E-Mail vom 01.09.2008, 22:39 Uhr, an info@figu.org  und (über Cc:) an de@figu.org

Veröffentlichung am 02.09.2008

 

 

 

Von Werner Grundmann                                                        Berlin, den 01.09.2008

 

an alle Mitglieder der FIGU

 

 

Schrittweise geistige Verführung zu Kriegen

Teil 8: Ein neuer Kalter Krieg?

 

Liebe Mitglieder der FIGU,

         im „Neuen Deutschland“ vom 30./31. August 2008 erschien auf der Seite 1 eine Gastkolumne des Friedensforschers und Direktors des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit (BITS) Otfried Nassauer über Western Fallout. Die Gastkolumne verweist – ausgehend vom Fünf-Tage-Krieg in Georgien – auf den plötzlichen Sinneswandel in der Politik der Westmächte und den möglichen Beginn eines neuen Kalten Krieges unter Aufgabe bewährter politischer Prinzipien. Der SPD-Politiker Egon Bahr kritisierte diesen Politikwechsel als „abenteuerlich“. Doch es fehlt an hinreichenden Erklärungen, wie dieser schroffe Umschwung zustande gekommen sein könnte. Antworten lassen sich finden, wenn wir uns klar werden, wem der Rückfall zum Kalten Krieg am meisten nützt und warum er in diesen Wochen erfolgt. Die Gastkolumne gibt zumindest eine politische Antwort.

 

Nachfolgend übermittle ich Ihnen den im Internet unter www.neues-deutschland.de in vollem Wortlaut veröffentlichten Text der Gastkolumne:

 

>> Verliert Barack Obama die Präsidentschaftswahlen in den USA, so verliert er sie wegen des Georgien-Konflikts. Verliert John McCain die Wahl, so verliert er sie trotz des Konflikts. Nichts schafft für die Republikaner im Wahlkampf günstigere Bedingungen, als eine solche Konfrontation. Erinnerungen an den Kalten Krieg werden wach. Die Klischees der Vergangenheit können wiederbelebt werden. Nirgendwo wird deutlicher, wie stark die Versuche westlicher Politiker, sich mit Härte und dem Ruf nach Strafaktionen gegen Russland in Szene zu setzen, von der Innenpolitik geprägt sind. Das Verhalten mancher Spitzenpolitiker erinnert derzeit mehr an die Kontrahenten in den Nahost-Konflikten als an die Lehren aus der europäischen Geschichte. Eskalationskontrolle, Zurückhaltung, Rationalität? Meist Fehlanzeige.

 

Schon die Überlegung, Georgien zur Sicherung seiner Unabhängigkeit beschleunigt in die NATO aufzunehmen, zeugt von verlorenem Augenmaß. Bislang konnte nur Mitglied der Allianz werden, wer seine Territorialkonflikte bereits politisch gelöst hatte. Eine NATO-Mitgliedschaft zum Zweck, die Position eines Neumitglieds bei der Lösung seiner Territorialkonflikte zu stärken, galt als völlig ausgeschlossen. Würde Georgien nun beschleunigt aufgenommen, so würde die bisherige Politik der NATO von den Füßen auf den Kopf gestellt. Jeder, der gerne in der NATO wäre, könnte künftig versucht sein, Russland in ein militärisch nicht gewinnbares Scharmützel zu verwickeln, um schneller in die NATO zu kommen und seine Territorialinteressen dann mithilfe der Allianz durchzusetzen. Kandidaten gäbe es ohne Zweifel: Moldawien, Aserbaidschan oder auch die Ukraine. Was für ein Unsinn.

 

Ohne Augenmaß sind auch die Reaktionen einiger Neumitglieder der NATO: Die Präsidenten Polens und der baltischen Republiken verzehrten sich geradezu in ihrer pro-georgischen und anti-russischen Attitüde. Sie reisten nicht nur zu Solidaritätsbekundungen nach Tiflis. Sie forderten die Bestrafung Russlands – ganz als hätte Russland den Konflikt in Georgien mutwillig und allein vom Zaun gebrochen. Polen nutzte zudem national die Gelegenheit, Russland im Windschatten des Georgien-Konflikts auf die Füße zu treten. Es schloss einen umstrittenen, bilateralen Vertrag mit Washington, der George W. Bush den Wunsch erfüllt, sein strategisches Raketenabwehrsystems auf polnischem Gebiet stationieren zu dürfen. Russland betrachtet das bekanntlich als massiven Affront. Selbst manch gestandenem Konservativen dürfte das zu viel der Chuzpe sein. Es kann nicht angehen, dass jedes einzelne EU- oder NATO-Mitglied aus nationalen Gründen die Konfrontation mit Russland sucht – und wenn das schief geht, die Verbündeten frech an ihre Verpflichtung zur Solidarität erinnert.

 

Ob NATO oder EU: Multilaterale Institutionen können nur erfolgreich agieren, wenn sie gemeinsam und nach Konsultation handeln. Nationale Versuche, sie für nationale Interessen zu instrumentalisieren, schwächen diese Institutionen. Konkret: Je wirkungsloser der Druck der NATO auf Russland sich erweist, desto schwächer steht das Bündnis letztlich da. Im Extremfall als kolossales Kriegsdenkmal. Die aber sind meistens hohl. <<

 

 

Aus den Aussagen des Friedensforschers Otfried Nassauer lässt sich ableiten:

Nach der Aufnahme osteuropäischer Staaten in die NATO diente der Fünf-Tage-Krieg in Georgien der weiteren Verschärfung der Konfrontation der Westmächte gegenüber Russland, um eine mögliche Niederlage der Republikaner bei den Präsidentschaftswahlen in den USA zu verhindern und die bisherige Politik auszubauen! Die Strategie der Einkreisung Russlands soll fortgesetzt und die Kontrolle über die Ressourcen der kaukasischen Staaten gesichert werden.

 

Der Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, Peter Strutynski, äußerte heute, am 1. September 2008, „Zum Antikriegstag“, auf der Seite 1 des Neuen Deutschland:

>> Die unverhohlenen Drohungen der NATO gegenüber Russland zeigen, dass sich das westliche Militärbündnis weit über seine im NATO-Vertrag festgelegten Grenzen hinaus ausdehnen und den alten und neuen Gegner Russland einkreisen will. Georgien in die NATO aufzunehmen, ist strategisch nichts anderes, als wenn Russland Truppen und Raketen in Kuba stationieren würde. 18 Jahre nach dem Ende des Kalten Kriegs steht die Welt an der Schwelle zu seiner Neuauflage. << 

 

Mit Verweis auf die Kriege in Irak und Afghanistan stellt er fest:

>> Beide Kriege werden nicht um der Verwirklichung von Demokratie und Menschenrechten willen geführt, sondern um sich die Kontrolle über wichtige Energieressourcen und Transportwege (z.B. für Öl- und Gas-Pipelines) zu sichern. Ich nenne dies eine räuberische Aneignung fremden Eigentums. <<

 

 

Wenn wir davon ausgehen, dass die Kriege des 21. Jahrhunderts um den Zugang und die Ausplünderung von „Naturressourcen“, um die Sicherung von Absatzmärkten, insbesondere auch für Rüstungserzeugnisse, und zum „Verbrauch“ von Rüstungsgütern provoziert und geführt werden, so ist dennoch keine irdische Macht an einem weltweiten Krieg interessiert. Ein solches Interesse kann nur eine jener Hintergrundmächte haben, die über die Schaffung von Religionen schon vor Jahrtausenden begann, uns auf die vorgeblich selbstverschuldete „Apokalypse“ vorzubereiten. Eine der Hintergrundmächte hat uns im März 2008 über das „Magazin 2000plus“ die kommende „Erdkatastrophe“ vorausgesagt, die ab November 2008 beginnen und mit der totalen Vernichtung aller verbliebenen Bewohner der „Äußeren Erde“ im Jahre 2012 enden soll. Ich gehe davon aus, dass diese „Erdkatastrophe“ ein von einer Hintergrundmacht provozierter weltweiter Atomkrieg werden könnte.

 

Wie lässt sich ein solcher Krieg provozieren? Durch Inspiration von außen! Wir wissen von den Plejaren und aus den Schriften des Ashtar Sheran, dass die Erdenmenschen, ohne dies zu erahnen, in ihrer eigenen Denkrichtung von außen geistig sowohl im positiven Sinne unterstützt und als auch im negativen Sinne zu ihrem eigenen Schaden beeinflusst werden können. So kann eine Amerika-freundliche Haltung so weit verstärkt werden, dass der betreffende Politiker an Objektivität verliert – wie gegenwärtig die deutsche Bundeskanzlerin mit ihrer Zustimmung, Georgien in die NATO aufzunehmen. Eine Russland-kritische Position, wie sie bei polnischen und baltischen Politikern gegeben ist, kann zu verstärkter Scharfmacherei „ausgebaut“ werden, etwa zur Forderung von Sanktionen gegenüber Russland. Andere Politiker können zu überzogenen Handlungen „geführt“ werden, wie der georgische Präsident Michail Saakaschwili in Form der Bombardierung der Hauptstadt Südossetiens, und die russische Führung in der Gegenreaktion auf diesen barbarischen Akt durch das teilweise Besetzen georgischen Kerngebiets.

 

Wenn führende Politiker der Großmächte, wie der Präsident der USA, George W. Bush, und der russische Präsident Medwedjew unwissentlich denselben „Gott“ zur geistigen „Unterstützung“ haben, kann aus dem Hintergrund, gegebenenfalls unterstützt durch einen „zufälligen“ Terrorakt, eine politische Lage provoziert werden, die durch Eskalation dazu führt, dass Atomwaffen eingesetzt werden und die Auseinandersetzungen in einer Gegenreaktion unbeschränkt eskalieren.

 

Bitte denken Sie, liebe Mitglieder der FIGU, über die entstandene Situation außerordentlich ernsthaft nach und handeln Sie!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Werner Grundmann                           Berlin, den 1. September 2008, 22:39 Uhr