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Verfuehr7BWG.doc                                       Veröffentlichung: 02.09.2008

 

Von Werner Grundmann                                   Berlin, den 29./30.08.2008

 

an alle Mitglieder der FIGU

 

 

Schrittweise geistige Verführung zu Kriegen

Teil 7: Ökonomische Kriegsverführung

 

 

Liebe Mitglieder der FIGU,

meinen heutigen Ausführungen stelle ich die folgende These voraus:

 

These zur ökonomischen Kriegsverführung: Solange die private Produktion von Rüstungsgütern Riesenprofite ermöglicht, werden Kriege provoziert werden. Solange eine Gesellschaft Privatbesitz in der Rüstungsindustrie zulässt, ist die Möglichkeit ihrer geistigen Beeinflussung zur Kriegsverführung unter Missbrauch privater Eigeninteressen gegeben. Unter diesen inneren und äußeren Bedingungen wird es solange Stellvertreterkriege geben, bis der Machtkampf über die Erdenmenschheit entschieden ist oder die Erdenmenschheit nicht mehr existiert.

 

Erläuterungen:

-          In der Rüstungsindustrie wird nur dann privates Kapital „angelegt“, falls Profite erwartet werden können. Wenn der Staat Auftraggeber ist, sind die Gewinne garantiert. Waffengeschäfte mit anderen Staaten kommen hinzu. Aufträge und Gewinne können jedoch nur dann dauerhaft erwartet werden, wenn die Rüstungsgüter irgendwann „verbraucht“ werden. Dies aber bedeutet im allgemeinen Krieg! Dabei ist es zunächst nachgeordnet, mit welchem Ziel ein Krieg geführt und wie er initiiert wird.

 

-          Zur Erzielung höchster Profite ist der massenhafte Verbrauch von Kriegsmaterial wesentlich. Dabei braucht kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den eigentlichen Kriegszielen und dem Einsatz von Waffen bestehen, worunter häufig die Zivilbevölkerung leiden muss. Der Bombenkrieg vor Ende des Zweiten Weltkrieges diente primär dem Verbrauch von Kriegsmaterial. Es galt, die Munitionslager zu leeren, aber zugleich Deutschland als wirtschaftlichen Konkurrenten auszuschalten. Das Ergebnis des selbst verschuldeten Krieges glich in Deutschland dem Verhalten einer Wegwerfgesellschaft im Großen! Doch die riesigen Zerstörungen ermöglichten mit Unterstützung der Westmächte das „Wirtschaftswunder“.

 

-          Ein typisches Beispiel verwerflichen Profitstrebens ist die Herstellung und der massenhafte Einsatz von Landminen. Sowohl die Verletzungen von unschuldigen Menschen und von Tieren außerhalb von Kriegshandlungen als auch der enorme Aufwand zu ihrer Beseitigung sind verbrecherisch und unverantwortlich.

 

-          „Moderne“ Kriege können nur geführt werden, wenn hinreichend Treibstoffe zu Friedens- und zu Kriegszeiten verfügbar sind. Deshalb ist ein wichtiges Ziel heutiger Kriege der Zugang zu Erdöllagerstätten, zumindest aber zu Erdölleitungen. Über das Erdöl fanden im Kaukasus die privaten Interessen der Rüstungs- und Erdölkonzerne zusammen. Durch Georgien verlaufen Erdöl- und Erdgasleitungen zum Schwarzen Meer und zum Mittelmeer.

 

-          Aus ökonomischer Sicht bestand zwischen den kapitalistischen und den ehemals sozialistischen Staaten hinsichtlich der Provozierung von Kriegen sowie der Möglichkeit, diese von außen zu initiieren, ein grundlegender Unterschied. Während in kapitalistischen Staaten durch die Profiterwartung ein Eigeninteresse der Waffenproduzenten an Kriegshandlungen besteht, entfällt dies unter sozialistischen Bedingungen. Deshalb kann es die Zielstellung des Totrüstens nur aus kapitalistischer Sicht geben. Übermäßige Rüstung verspricht Extraprofite. Hingegen gehen die Rüstungsausgaben unter sozialistischen Bedingungen von vornherein zu Lasten der Hebung des allgemeinen Wohlstandes der Bevölkerung und damit zu Lasten der Attraktivität des sozialistischen Systems. Die aufgezwungene Rüstungsspirale unterhöhlte den „Wettbewerb der Systeme“ zuungunsten des sozialistischen Systems! Nicht zuletzt daran scheiterte das sozialistische System, so dass nach dem Sinn eines solchen „Wettbewerbs“ gefragt werden muss und nach der Berechtigung, unter nichtkapitalistischen Bedingungen eine Konkurrenzökonomie einzuführen. Letztlich ging es um die Fragwürdigkeit des sozialistischen Weges. Die unter sozialistischen Bedingungen auf die ganze Gesellschaft eines Landes ausgerichtete „Gesellschaftsökonomie“, die aber zugleich eine Konkurrenzökonomie ist, führte infolge ihrer unzureichenden Konkurrenzfähigkeit – wie die historischen Erfahrungen zeigen – zur Restauration kapitalistischer Verhältnisse.

 

-          Die Fragwürdigkeit des sozialistischen Weges wurde auch dadurch offenbar, weil der „ökonomische Wettbewerb“ der sozialistischen mit den kapitalistischen Staaten auch zu Lasten der eigenen Lebenswelt erfolgte. Im Bemühen, die Naturreichtümer möglichst rationell zu erschließen, zu nutzen und zu verbrauchen, wurden die Notwendigkeit zur Renaturierung verdrängt und die dafür notwendigen Aufwendungen übergangen. Die Ursache lag darin, weil infolge der Konkurrenz zu den kapitalistischen Staaten die Befriedigung des Bedürfnisses nach einer gesunden Lebenswelt übergangen und – bezogen auf materielle Güter – eine der kapitalistischen Lebensweise angepasste Lebensweise zumindest teilweise angestrebt wurden. Mehr noch: Wie die Erdölförderung und die Erdgasgewinnung in Russland und Venezuela zeigen, wurde und wird die Verschärfung der ökologischen Krise in Kauf genommen, um der eigenen Gesellschaft zu nutzen.  

 

Falls meine These zutrifft, dass im Hintergrund zwei sich bekämpfende Mächte die Fäden ziehen, um ihre geistige Macht über die Erdenmenschheit zu erhalten und auszudehnen, auch durch die Verführung zu Stellvertreterkriegen, dann muss sich dies in den Staatsformen und in den Formen der Demokratie äußern.

 

Zur äußeren Beeinflussung von Staaten sind Monarchien und Diktaturen zweifellos am besten geeignet, weil nur relativ wenige Kontaktpersonen erforderlich sind. Die Eigenentwicklung der Erdenmenschheit, insbesondere ihre Befreiungsbewegungen, hat jedoch im Verlaufe der der Jahrhunderte zur weitgehenden Beseitigung autokratischer Herrschaftsformen geführt, was eine Anpassung der Hintergrundmächte erforderte. Die sozialistischen Staaten „fanden“ zum „demokratischer Zentralismus“, der für eine demokratische Mitbestimmung unzureichend war. Die „bürgerliche Demokratie“ hat bisher keine Mittel, um die Negativentwicklung der Erdenmenschheit aufzuhalten. Sie schließt demokratische Entscheidungen über das Wesentliche, über die Wirtschaft und das Finanzwesen, aus. Das Kapital ist zum Diktator ohne Diktatoren geworden! Typisch für diese Entwicklung sind die USA, wo sich die beiden (aus dem Hintergrund von konkurrierenden Kräften beherrschten) großen Parteien gegenseitig als führende politische Kräfte „demokratisch“ ablösen, ohne dass sich die gesellschaftlichen Verhältnisse grundlegend ändern und ohne dass die Weltmachtbestrebungen der USA aufgegeben werden. Wer die USA aus dem Hintergrund zeitweilig geistig führt, hat die Chance, seine spezifische Macht über die Erdenmenschheit weiter auszudehnen. Es könnte aber auch die weltweite Konfrontation durch die gleichzeitige Beeinflussung mehrerer Staatsführungen vorangetrieben werden! Die offenbar von Ashtar Sheran beeinflusste „Neue Solidarität“, auf die ich den Hintergründen zum Krieg in Georgien im Teil 3 meiner „Schrittweisen geistigen Verführung zu Kriegen“ verwies, erschien am 27.08.2008 unter dem Titel „Auf dem Weg in den Dritten Weltkrieg?“!!

 

Bitte, liebe Mitglieder der FIGU, prüfen Sie meine Gedanken und ziehen Sie Ihre Schlussfolgerungen!

          

Mit freundlichen Grüßen

 

Werner Grundmann                                Berlin, den 30.08.2008, 01:32 Uhr

 

 

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