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OekolOekBWG.doc                abrufbare Veröffentlichung am 22.04.2009

 

Werner Grundmann                                       Berlin, den 19. April 2009

 

 

Anmerkungen zur Wissenschaft Ökologische Ökonomie

(Vorschlag zur Veröffentlichung in der „Tarantel“,

der Zeitschrift der Ökologischen Plattform bei der Partei DIE LINKE)

 

In der Märzausgabe der „Tarantel“ veröffentlichte Götz Brandt einen Beitrag zum Titel: „Die LINKE braucht eine Theorie der ‚Ökologischen Ökonomie’“ (vgl. Heft Nr. 44, I/2009, S. 6 bis 10). Darin bezeichnet er die „Ökologische Ökonomie“ als „Wissenschaft“, die aus „der Kritik der neoklassischen Umweltökonomie in den 80er Jahren hervorgegangen [ist]“ (vgl. ebd., S. 8). „Kernaufgabe dieser Wissenschaft“ sei „die Erreichung hoher ökologischer, ökonomischer und sozial-kultureller Standards für heutige und künftige Generationen im Rahmen der natürlichen Tragfähigkeit.“ (Ebd.) Ihre „Kernaussagen“ seien „von der Wissenschaft der ‚Neuen Umweltökonomie’ weiterentwickelt“ worden. Als ihr „Hauptvertreter“ wird „Prof. Holger Rogall“ genannt (vgl. ebd.). Götz Brand geht davon aus, dass bestimmte aus der „Neuen Umweltökonomie“ zitierte Formulierungen „fast ohne Abstriche in ein neues Parteiprogramm der LINKEN aufgenommen werden [könnten]“ (vgl. ebd., S. 8/9). Diesem Vorschlag kann ich aus prinzipiellen Gründen nicht folgen.

 

Aus meiner Erfahrung auf der Suche nach einer ökologisch orientierten Ökonomie in den neunziger Jahren habe ich von vornherein große Bedenken an der objektiven Berechtigung der neuen Wissenschaft „Ökologische Ökonomie“, und zwar nicht wegen der angestrebten „hohen ökologischen Standards“, sondern wegen der Problematik ihrer Einordnung. Wenn sich die Vertreter der „neuen Wissenschaft“ an das Wirtschaftlichkeitsdenken gebunden betrachten, dann sollten sie besser von „Ökologischer Wirtschaftswissenschaft“, von „Ökologischer Wirtschaftslehre“ oder von „Ökologischer Wirtschaftstheorie“ sprechen. Das Gleichsetzen von Ökonomie und Wirtschaftlichkeit bzw. Wirtschaftswissenschaft ist in hohem Maße fragwürdig! Es stellt sich erstens die Frage, ob Wissenschaften oder ihre Teildisziplinen, die primär vom Gewinn- und Konkurrenzdenken ausgehen, als „ökologisch“ bezeichnet werden dürfen. Zweitens bleibt zu beantworten, inwiefern eine vom Wirtschaftlichkeitsprinzip ausgehende Lehre objektiv in der Lage ist, Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung vorzulegen. Ökonomische Gesetze wirken bekanntlich tendenziell. Auch erfolgreiche Bemühungen, die selbstzerstörerischen Wirkungen privatkapitalistischen Wirtschaftens zu bremsen, heben die Grundtendenz nicht auf. Sie verzögern lediglich den Zeitpunkt bis zur weltweiten Katastrophe. Insofern könnten sich alle Bemühungen der „Ökologischen Ökonomie“ als illusionär erweisen.

 

Wenn eine Wissenschaft bzw. Teildisziplin hingegen primär bedürfnisorientiert ausgerichtet ist, wenn ihre Vertreter ökonomisches Verhalten im Sinne von rationeller Bedürfnisbefriedigung unter gemeinschaftlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen verstehen und wenn sie die Gesamtheit der Grundbedürfnisse von vornherein in ihre Betrachtungen einbeziehen, auch die Wiederherstellung und Erhaltung einer gesunden Lebenswelt, dann erübrigt sich eine Teildisziplin, wie sie die „Ökologische Ökonomie“ sein könnte. Dann gehört ökologisches Verhalten immanent zum Gegenstand einer „neuen“ Ökonomie.

 

Aus den wenigen Darlegungen folgt, dass ohne eine Verständigung zum Begriff Ökonomie die „neue“ Wissenschaft „Ökologische Ökonomie“ fragwürdig ist! Es sei an Friedrich Engels erinnert, der in den „Umrissen zu einer Kritik der Nationalökonomie“ die „Nationalökonomie“ als „ein ausgebildetes System des erlaubten Betrugs“ und als „eine komplette Bereicherungswissenschaft“ bezeichnete, der sich gegen die Ausdrücke „Nationalökonomie, politische, öffentliche Ökonomie“ wandte und vorschlug: „Die Wissenschaft sollte unter den jetzigen Verhältnissen Privatökonomie heißen, denn ihre öffentlichen Beziehungen sind nur um des Privateigentums willen da.“ (Vgl. Friedrich Engels: Umrisse zu einer Kritik der Nationalökonomie. MEW, Bd. 1, Berlin 1970, S. 499/503) Es stellt sich deshalb die Frage, ob sich die „Ökologische Ökonomie“ – wenn auch in geläuterter Form – in die Denkweise der Nationalökonomie einordnet. Oder anders gefragt: Für wen soll die „Ökologische Ökonomie“ eine Wissenschaft und zu welchem Zweck sein? Ist sie eine Bereicherungswissenschaft unter „erschwerten Bedingungen“ oder eine Überlebenswissenschaft? Und welche Sprache nutzt die „neue“ Wissenschaft? Ist es die Sprache des Besitzanspruchs der Menschen über die Natur, der „ungerecht“ verteilten Plünderung und des Verbrauchs natürlicher „Ressourcen“ oder der bewussten Einordnung in das planetare Lebenssystem zum Zwecke seiner Erhaltung?

 

Einige spezifische Anmerkungen sollen nachfolgend meine Ausführungen ergänzen.  

 

Wenn wir mit Götz Brandt davon ausgehen, dass „die kapitalistische Wirtschaft naturzerstörend wirkt“, dass die kapitalistische „Wirtschaftsordnung … die Menschheit in den Untergang führt“ (vgl. ebd., S. 7), dass also eine auf Gewinn orientierte Realwirtschaft und eine auf Profit ausgerichtete Finanzwirtschaft tendenziell eine ökologische Katastrophe verursachen, dann heißt dies nichts anderes, als dass die primär wertorientierte Konkurrenzökonomie – gleich welcher Form – historisch überholt ist, dass sie aus existenziellen Gründen abgelöst und durch eine primär auf Gebrauchswerte, vor allem auf die Befriedigung der Grundbedürfnisse, ausgerichtete Ökonomie ersetzt werden muss. Dies gilt auch für die sozialistische Form des Wirtschaftens im gesamtstaatlichen Rahmen. Die sozialistischen Volkswirtschaften scheiterten in Konkurrenz zur globalisierten kapitalistischen Weltwirtschaft. Dies führte – bis auf Ausnahmen – zur Restauration kapitalistischer Verhältnisse mit teils stärkeren Umweltbelastungen als in den hoch entwickelten kapitalistischen Ländern. Der Leninsche Weg des Herausbrechens einzelner Länder aus dem kapitalistischen System mit dem Ziel des schrittweisen Aufbaus einer sozialistischen Weltordnung ist gescheitert! Bestimmte Länder, wie Venezuela, die heute einen neuen sozialistischen Versuch wagen, nutzen ihren Ölreichtum, um die sozialen Verhältnisse im eigenen Lande zu verbessern, tragen aber über die Erdölförderung zur Beschleunigung des Klimawandels bei.

 

Die auf den Erkenntnissen von Karl Marx und Friedrich Engels aufbauenden Linken sollten sich ausgehend von den historischen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts eine Position erarbeiten, inwieweit die Marxsche Grunderkenntnis der historischen Abfolge ökonomischer Gesellschaftsformationen eine der wesentlichen Grundlagen politischen Handelns bleiben soll. Wenn ja, dann bedarf es einer primär bedürfnisorientierten ökonomischen Denkweise und jener „neuen“ Ökonomie der rationellen Bedürfnisbefriedigung, die von vornherein von der Wiederherstellung und Erhaltung einer gesunden Lebenswelt mit ausgeht. Doch eine solche Ökonomie lässt sich nicht in Konkurrenz zur vorherrschenden Privatökonomie durchsetzen. Sie muss als „wahre Ökonomie“ propagiert werden und sich innerhalb des kapitalistischen Systems entwickeln können, etwa wenn Gebrauchswerte der Überfluss- und Wegwerfgesellschaft weiterhin rationell genutzt und erhalten werden. Die bewussten Träger einer solchen auf rationelle Befriedigung insbesondere der Grundbedürfnisse ausgerichteten Ökonomie könnten sich in „Zellen der Gemeinschaftsökonomie“ zusammenschließen. Sie werden erkennen, dass gemeinschaftliches Handeln in Kooperation mit anderen Gemeinschaften die beste Gewähr dafür bietet, um den Anforderungen der „neuen“ Ökonomie bestmöglich zu entsprechen und sich selbst zu nutzen.

 

Die Bürgerstädte des Mittelalters stellen ein historisch eindrucksvolles Vorbild zur dominanten Nutzung der „neuen“ Ökonomie dar. Obgleich innerhalb der Städte wirtschaftliches Handeln in den Zünften der Handwerker und Kaufmannsgilden die ökonomische Grundlage der städtischen Lebensweise und Entwicklung war, dominierte zum Schutz nach außen und zur Sicherung einer rationellen Lebensweise ihrer Einwohner eine Ökonomie der rationellen Bedürfnisbefriedigung. Sie wurde aus dem Steueraufkommen aller Bürger ermöglicht und spiegelte sich in der Struktur der Städte wider, insbesondere in der Form und Dauerhaftigkeit der Stadtmauern, in der Straßenführung, in der Dichte und Geschosshöhe der Bebauung sowie in der Zentralität des Marktes und wichtiger gemeinschaftlicher Einrichtungen. Der rationelle Einsatz der verfügbaren Mittel und Kapazitäten zur Schaffung dauerhafter städtebaulicher Lösungen wurde von außen gegen Übergriffe zum Schutze aller Einwohner der Stadt und zur Sicherung ihrer Lebensweise erzwungen. (Vgl. http://www.bwgrundmann.de/Buergerstaedte.htm )

 

Heute stehen wir weltweit vor einer analogen Situation, allerdings zum Schutze gegen die innere Zerstörung unserer Lebenswelt. Unsere irdische Existenz wird sukzessive untergraben, weil die globalisierte Wirtschaft und Finanzwirtschaft wie ein Krebsgeschwür die Natur zerstört, plündert und sich zu Lasten der Natur und unserer Nachwelt bereichert. Je mehr „Wirtschaftswachstum“ und „Wachstum“ der Finanzmärkte, umso weniger wächst die Natur!

 

Das Krebsgeschwür kann aufgelöst werden, wenn wir von den Vorstellungen des jungen Karl Marx ausgehen, der in seinen „Ökonomisch-philosophischen Manuskripten aus dem Jahre 1844“ den Kommunismus als „die wahrhafte Auflösung des Widerstreites zwischen dem Menschen mit der Natur und mit dem Menschen“ bezeichnete (vgl. MEW, Ergänzungsband, Erster Teil, Berlin 1968, S. 536) und im „Kapital“, Bd. 1, unter Bezug auf Aristoteles auf die Existenz von zwei in der Antike bekannten ökonomischen Wissenschaften verwies, auf die „Chrematistik“ als „Kunst …, Geld zu machen“ und die „Ökonomik“ als „Erwerbskunst“, die sich auf die „Verschaffung der zum Leben und für das Haus oder den Staat nützlichen Güter“ beschränke. Für die „Chrematistik“ sei „die Zirkulation die Quelle des Reichtums“. Das Geld sei „ihr Anfang und das Ende“. Für die „Chrematistik“ scheine „keine Grenze des Reichtums und des Besitzes zu existieren“. Aristoteles fügte hinzu: „Die Verwechslung beider Formen, die ineinander überspielen, veranlasst einige, die Erhaltung und Vermehrung des Geldes ins Unendliche als Endziel der Ökonomik zu betrachten.“ (Vgl. Karl Marx; Das Kapital, MEW, Bd. 23, Berlin 1971, S. 167, Fußnote 6)

 

Aus den wenigen Hinweisen folgt erstens, dass Karl Marx die Berechtigung einer zweiten, einer primär auf Gebrauchswerte orientierten Ökonomie unterstützte. Doch sie war nicht Gegenstand der „Kritik der politischen Ökonomie“. Allerdings versäumten es seine geistigen Nachfolger, den Verweis auf zwei Ökonomien als möglicherweise grundlegend für den Aufbau und die Funktionsweise einer nachkapitalistischen Ordnung Ernst zu nehmen.

 

Zweitens folgt aus der Unterscheidung nach zwei Ökonomien, dass die Marxsche Erkenntnis der historischen Abfolge ökonomischer Gesellschaftsformationen im Übergang zu einer nachkapitalistischen Gemeinschaftsordnung auf qualitativ neue ökonomische Weise bestätigt werden kann. Die ökonomische Überlegenheit dieser Ordnung würde in der Sicherung unseres Überlebens bestehen!

 

Wenn jede Form der Marktwirtschaft trotz des Versuchs der „sozial-ökologischen“ Ausrichtung tendenziell in die Katastrophe führt, dann kann es für die linken Parteien zur Sicherung des Überlebens der Menschheit nur eine Doppelstrategie geben, die sowohl von politischen Aktivitäten zur Verminderung der Fehlwirkungen der vorherrschenden Privatökonomie als auch von der Verbreitung und Installierung der neuen, der wahren Ökonomie, der Gemeinschaftsökonomie ausgeht. Die linken Parteien werden mit einer solchen Strategie Erfolg haben, je klarer und verständlicher sie diese propagieren, weil sehr vielen Menschen bereits heute bewusst ist, wie die Überlebenschancen unserer Menschheit schwinden. Zu den notwendigen Aussagen gehören:

 

- Infolge der privaten Eigentums- und Besitzverhältnisse und der vorherrschenden Privat- und Konkurrenzökonomie ist die kapitalistische Gesellschaft eine Bereicherungs-, Ausbeutungs-, Verarmungs-, Zerstörungs- und letztlich Selbstvernichtungsgesellschaft. Sie teilt die Menschheit nicht nur in Reiche und Arme; sie verarmt, verbraucht und zerstört zugleich ihre eigene, unsere Lebenswelt. Entweder es gelingt, das kapitalistische System rechtzeitig schrittweise abzulösen oder wir gehen mit ihm unter.

 

- Das Scheitern des sozialistischen in Konkurrenz zum kapitalistischen System verweist darauf, dass die Ablösung des Kapitalismus nur von Innen heraus erfolgen kann, indem immer mehr Menschen begreifen, dass die tendenzielle Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch eine fragwürdige „Ökonomie“ verursacht wird, die Eigennutz über Gemeinnutz stellt und dass eben jene Privatökonomie in Form des Wirtschaftlichkeitsprinzips und Bereicherungsprinzips den Eigennutz der Menschen erst erzeugt hat und weiter fördert. Daraus folgt die Notwendigkeit der Verbreitung und Förderung einer Ökonomie, die umgekehrt Gemeinnutz über Eigennutz stellt und die im Rahmen ihrer Realisierung Gemeinschaftlichkeit sowie Kooperation zwischen den Beteiligten erzeugt, einer Ökonomie, die dem gesunden Menschenverstand entspricht.

 

Ausgehend von meinen Darlegungen fällt es mir schwer nachzuvollziehen, inwiefern bestimmte Formulierungen von Prof. Holger Brandt „fast ohne Abstriche in ein neues Parteiprogramm der LINKEN aufgenommen werden“ können (vgl. Götz Brandt, a. a. O., S. 9):

-         Ich sehe keineChance einer dauerhaft aufrechthaltbaren Entwicklung“ unter Vorherrschaft der Privatökonomie und verweise auf meine „Kritik des Begriffes Nachhaltigkeit“, Tarantel Nr. 41, 2/2008, S. 33-35 (vgl. auch http://www.bwgrundmann.de/NachhaltigBWG.htm ) „Ein Ende der Ökonomie“ (welcher?) sei „in absehbarer Zeit nicht naturgesetzlich vorgeschrieben“ (vgl. Götz Brandt, a. a. O., S. 8)!?

-         Es werde „keine Gleichgewichtsökonomie angestrebt, sondern ein selektives Wachstum in den Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit“ (vgl. ebd., S. 8). Doch wer soll dies gewährleisten? Die Frage der Erhaltung des globalen ökologischen Gleichgewichts, also des natürlich entstandenen Verhältnisses zwischen dem Anteil an pflanzlichem Leben einerseits und dem Anteil an tierischem sowie menschlichem Leben andererseits, wird gar nicht erst gestellt!

-         Dass der „Kern menschlicher Verhaltensweisen sich nur in extremen Notsituationen [ändert]“ (vgl. ebd., S. 8/9), widerspricht den Erfahrungen der DDR-Bürger unter „realsozialistischen“ Bedingungen, denn zu DDR-Zeiten gab es hinreichend Beispiele des „Homo cooperativus“, und zwar sowohl in den Betrieben, den Verwaltungen, den gesellschaftlichen Einrichtungen als auch in den Hausgemeinschaften. Allein die Begriffsverwendung „Homo oeconomicus“ verweist auf privatökonomisches Denken (vgl. ebd., S. 9)! 

 

Götz Brandt führt zum Abschluss seines Beitrags aus, dass nur „über den Weg der Erkämpfung der politischen Macht ein Weg zur Rettung von Natur und Gesellschaft [führt]“ (vgl. ebd., S. 10).

 

Dagegen setze ich die These: Die „neue“ Ökonomie der rationellen Bedürfnisbefriedigung, die Gemeinschaftsökonomie, wird zum Mittel der Bewahrung unserer Lebensgrundlagen werden, wenn sie von immer mehr Menschen verinnerlicht und praktisch genutzt wird. Die Einsicht in einen notwendigen ökonomischen Wandel, die Schaffung einer neuen ökonomischen Funktionsweise auf der Basis der Ausdehnung von Gemeineigentum und (eingeschränktem) Gemeinbesitz zum Aufbau einer weltweiten Gemeinschaftsordnung müssen jedoch über Jahrzehnte wachsen, bevor es demokratische Entscheidungen ermöglichen werden, die Privatökonomie Schritt für Schritt von ihrer weltweiten politischen, ideologischen und militärischen Dominanz zu verdrängen.

 

Hingegen kann politische Macht im Namen des Fortschritts zur Schaffung von Diktaturen missbraucht werden, wenn die Einsicht der Menschen in die Grundlagen und Zusammenhänge gesellschaftlicher und gemeinschaftlicher Entwicklung nicht hinreichend vorangeschritten ist. Insbesondere hat sich der Weg als falsch erwiesen, über Revolutionen zu dauerhaftem Fortschritt zu gelangen, wenn die neue Ordnung der Gesellschaft lediglich aufgepfropft wird.  

 

Eine Begründung für den Aufbau einer nachkapitalistischen Ordnung auf der Basis von Gemeinschaftsökonomie kann in den „Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung“ nachgelesen werden. Die „Berliner Thesen“ vom 4. Oktober 2007 sind im Umfang von 70 Seiten zum Download über http://www.bwgrundmann.de/btorig1.htm verfügbar, ebenso auf zehn Seiten die „Erkenntnisse aus den Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung“ http://www.bwgrundmann.de/erk_bt.htm.

 

Kontakt: wbgrundmann@online.de

 

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