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OEPFoffBriefBWG.doc                  Abrufbar veröffentlicht am 22.10.2008

 

 

Von Werner Grundmann                                     Berlin, den 21.10.2008

 

an die Genossen des Sprecherrates

der Ökologischen Plattform bei der Partei DIE LINKE

Manfred Wolf, Petra Beck, Marko Ferst und Götz Brandt

 

 

Offener Brief zu meinem Flyer

„Neue Energie für Frieden und Entwicklung

auf der Basis einer ‚neuen’ Ökonomie“

 

Liebe Genossen des Sprecherrates,

         am 18.10.2008 übersandte ich Euch per E-Mail den genannten Flyer. Ich hatte ihn während der Konferenz der Bundestagsfraktion DIE LINKE über „Neue Energie für Frieden und Entwicklung“ am 17.10.2008 im Großen Anhörungssaal im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus verteilt und am 18.10.2008 unter

www.bwgrundmann.de/NeueEnergieBWG.htm

abrufbar veröffentlicht.  

 

In Reaktion auf das Übersenden des Flyers erhielt ich vom Genossen Manfred Wolf am 20.10.2008 um 21:32 Uhr per E-Mail eine kurze Antwort. In seinem Schreiben äußert er die Bitte, „den Verweis auf die Zugehörigkeit zur Ökologischen Plattform aus dem Flyer zu entfernen“. Mit diesem Verweis entstehe der „falsche Eindruck“, dass ich mit dem Flyer die Ökologische Plattform „auf kaltem Wege mit ins Boot nehmen“ will. Doch „weder von der Ökologischen Plattform noch von der BAG Umwelt, Energie, Verkehr“ hätte ich eine „Zustimmung zu den Ideen über die Raumenergie erhalten“.

 

Meine Position zur Verbreitung des Flyers unter Verweis auf meine Mitgliedschaft bei der Ökologischen Plattform ist leicht zu verstehen, weshalb ich kein Verständnis für die Unterstellung von Manfred Wolf aufbringen kann:

 

Erstens wollte ich mit dem Erwähnen meiner Mitgliedschaft den Genossinnen und Genossen der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE nahe bringen, dass ich mich – als Nichtparteiangehöriger – innerhalb der linken Bewegung engagiere. Dass ich mit dem Flyer meine persönliche Meinung vertrete, geht allein schon aus der Reihenfolge der Namensnennung und des Verweises auf die Mitgliedschaft hervor. Noch deutlicher würde es dem Leser klar werden, dass es sich um eine persönliche Position handelt, wenn ich etwa die Mitgliedschaft zu einer Partei anführen könnte.

 

Zweitens wollte ich durch das Bekennen zur Mitgliedschaft bei der Ökologischen Plattform ausdrücken, dass ich mich für das Vertreten ihrer objektiv gegebenen grundlegenden Ziele einsetze. Ich meine damit insbesondere die Durchsetzung der Dominanz der Lösung der ökologischen gegenüber der Lösung der sozialen Frage. Da ich mich seit langer Zeit mit den Zielen und Wegen der linken Bewegung und später mit den grundlegenden Ursachen des Scheiterns des Sozialismus theoretisch befasse, halte ich es fast für „normal“, wenn ich zu Auffassungen gelange, die bei den Praktikern linker Politik zunächst auf Widerspruch stoßen. Weil ich aber in der Partei DIE LINKE, einschließlich der Ökologischen Plattform, das größte Potential sehe, um meine Erkenntnisse verbreiten und politisch wirksam machen zu können, betrachte ich den Kontakt zu Genossen der LINKEN als überaus große Chance. Mir ist es deshalb vollkommen fremd, mich an Kleinkriegen innerhalb der Linksparteien und zwischen ihnen zu beteiligen.

 

Dass ich im Rahmen der BAG Umwelt, Energie und Verkehr noch eine Einzelmeinung vertrete, ist zumindest jenen Genossinnen und Genossen bekannt, die meine „Stellungnahme zum Protokoll und zur Protokollnotiz der BAG Umwelt-Energie-Verkehr vom 21.06.2006“ gelesen haben. Genossin Mignon Schwenke hatte auf meinen Wunsch hin meine Stellungnahme vom 01.08.2008 in Form der Datei ZumProtokoll210608.doc, beigefügt an eine E-Mail, am 11.09.2008, 14:31 Uhr, über den Internetverteiler der BAG verbreitet. Allein die Zustimmung zur Verbreitung sagt mir, dass nicht alle Genossinnen und Genossen der BAG meine Vorschläge von vornherein ablehnen. Vergeblich warte ich allerdings bis heute auf die offizielle Entschuldigung der Genossin Delia Hinz.

 

Zur inhaltlichen Begründung meiner im verteilten Flyer getroffenen Aussagen verweise ich wiederholt darauf, dass sich in Anbetracht der fortschreitenden ökologischen Krise und der Gefahr einer absehbaren Klimakatastrophe der objektiv gegebene Schwerpunkt linker Politik von der primären Lösung der sozialen Frage zur Verhinderung der existenziellen Gefährdung der Menschheit gewandelt hat. Deshalb geht es meines Erachtens auch um das breite Durchsetzen solch neuer Formen der Energiegewinnung, die zur angestrebten nachkapitalistischen Ordnung systemkonform sind, die also eine Überlebensordnung überhaupt erst ermöglichen! Dieser Gedanke war für mich der Hauptgrund, den Flyer zu schreiben und zu verbreiten. Zu den neuen Energiearten gehört offenbar auch die Gewinnung von Energie aus flüssigen Siliziumwasserstoffen.

 

Aus meiner Sicht habe ich mit der Verteilung des Flyers objektiv im Interesse der Ökologischen Plattform und der gesamten Partei DIE LINKE gehandelt. Dazu gehört auch das Verteilen von 40 Exemplaren des Flyers zum Buch über Raumenergie-Technik von Prof. Dr. Josef Gruber. Ich finde, dass es an der Zeit ist, dass Spezialisten der LINKEN eingehend prüfen, wie weit die Möglichkeit einer breiten Nutzbarmachung der Raumenergie bereits vorangeschritten ist.

 

Sicherlich braucht alles seine Zeit. Ich selbst habe viel Geduld. Ob die Natur sie mit uns hat, ist äußerst fragwürdig! Ich hoffe nur, dass die Nachwelt über unsere Zögerlichkeit nicht den Kopf schütteln muss.

 

Meine Stellungnahme werde ich abrufbar über meine Homepage veröffentlichen. Es darf jeder Leser wissen, dass ich mit meinem Flyer im Rahmen der Linken vielleicht noch eine Einzelmeinung vertrete.

 

Mit solidarischen Grüßen

 

Werner Grundmann                         Berlin, den 21.10.2008, 22:40 Uhr

 

 

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