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Merkel3BWG.doc                            abrufbare Veröffentlichung am 24.02.2010

 

Dipl.-Wirtsch.-Math. Werner Grundmann               Berlin, den 23.02.2010

wbgrundmann@online.de

www.bwgrundmann.de

13088 Berlin

 

 

Frau

Dr. Angela Merkel

10117 Berlin

 

 

 

Zur weltweiten Lösung der Energiefrage durch Nutzbarmachung der Raumenergie. Zu den aktuellen Vorschlägen von Jeremy Rifkin

– Offener Brief –

 

Sehr geehrte Frau Merkel,

        mit meinem heutigen Schreiben wende ich mich in einer für die gesamte Menschheit wichtigen Frage an Sie. Es geht um die allgemeine Nutzbarmachung der Raumenergie. Mit Ihrem Wissen als Physikerin könnten Sie als Bundeskanzlerin entscheidend beitragen, um eine umweltneutrale Form der Energiegewinnung weltweit durchzusetzen und die Menschheit vor einem Klimakollaps zu bewahren. Die Existenz der Raumenergie und ihre mögliche Nutzbarkeit sind mir seit 1997 bekannt. Seitdem verfolge ich „nebenbei“ die Fortschritte ihres Nachweises sowie die Erfolge ihrer Nutzbarmachung. Im Jahre 2008 kam ich zur Überzeugung, dass die Raumenergie zur Überlebensenergie für die Menschheit werden könnte, wenn es gelingt, Konverter zu konstruieren und in großer Anzahl herzustellen, die die überall unsichtbar existente Raumenergie in elektrische Energie verwandeln. Für jedes Fahrzeug, für jedes Flugzeug und für jeden Haushalt könnte die kostenlos verfügbare Raumenergie nach dem jeweils spezifischen Bedarf selbst erzeugt werden. Aus heutiger Sicht ist für mich Raumenergie eine jener Formen natürlicher Energien, die uns von der Schöpfung im universellen Rahmen kontinuierlich zugeführt werden und Leben erst ermöglichen.

 

Im Januar 2008 nahm ich zum Ehrenpräsidenten der Deutschen Vereinigung für Raumenergie (DRV), Prof. (em.) Dr. Dr. Dr. h.c. Josef Gruber, brieflich und telefonisch Kontakt auf. Er übersandte mir sehr viele Informationen, u. a.  sein 2008 erschienenes Buch „Raumenergie-Technik (RET) – weltweit der vorteilhafteste Weg zur Nachhaltigkeit der Energieversorgung“, die mich in meiner Überzeugung außerordentlich bestärkt haben. Seitdem unterstütze ich die Ziele der DRV als Nichtfachmann aus meiner Sichtweise und mit meinen Mitteln. Zu dieser Unterstützung gehören die meinem Brief beigefügten Informationen zur Nutzbarmachung der Raumenergie vom 21. Januar 2010, die ich in einigen Exemplaren am 21. Januar 2010 auf der Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung „Perspektiven nach dem Scheitern der Weltklimakonferenz von Kopenhagen“ verteilte. Die Ausarbeitung beantwortet in gedrängter Form die Fragen „Was ist Raumenergie?“ und „Warum ist der Begriff Raumenergie so wenig bekannt?“ Unter den Erfolgen der Nutzung der Raumenergie werden die Mauerwerkstrockenlegung und das Tesla-Auto aufgeführt. Nach der Behandlung der Raumenergie als Gegenstand linker Politik werden Organisationen und Informationsquellen zur Raumenergie dargestellt. Inzwischen ist mir bewusst geworden, dass alle progressiven Kräfte angesprochen und einbezogen werden müssen, um der Breitenanwendung der Raumenergie zum Durchbruch zu verhelfen.

 

Am 6. Juni 2007 hatte ich mich mit einem Postbrief schon einmal an Sie persönlich gewandt. Mir ging es in diesem Schreiben um die Schaffung einer Gemeinschaftsordnung zur Verhinderung der Klimakatastrophe auf der Basis einer „neuen“ Ökonomie, die ich – bezogen insbesondere auf alle (auch auf marktwirtschaftlich nicht relevante) Grundbedürfnisse – im Sinne der rationellen Bedürfnisbefriedigung verstehe. Dem Anschreiben fügte ich die Erstfassung der Erkenntnisse aus den Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung bei. In aktueller Form sind diese „Erkenntnisse“ vom Oktober 2007 im Umfange von zehn Seiten zum Download verfügbar unter www.bwgrundmann.de/erk_bt.htm, ebenso die 70 Seiten der Berliner Thesen unter www.bwgrundmann.de/btorig1.htm.

 

Im Prozess der Überarbeitung der Berliner Thesen stieß ich auf einen bedeutsamen Beitrag von Jeremy Rifkin, der am 8. Februar 2010 im Feuilleton der Berliner Zeitung erschien:

Die empathische Zivilisation. Wie die Dritte Industrielle Revolution unser Menschenbild verändert und die Welt retten kann

Den ergänzenden Informationen in der Berliner Zeitung entnahm ich, dass Jeremy Rifkin „als Berater in Fragen des ökonomischen Wandels arbeitet … u. a. für die EU-Kommission und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel“.

 

In dem von der Berliner Zeitung veröffentlichten Beitrag unterbreitet Rifkin bedeutsame Vorschläge für die Schaffung einer empathischen Zivilisation. Aus der Entdeckung der „Spiegelneurone“, der „sogenannten Empathie-Neurone“, „die es Menschen und anderen Lebewesen erlauben, sich in die Situation eines anderen Wesens hineinzuversetzen“, schöpft Jeremy Rifkin die Hoffnung, dass wir über „die Erschaffung eines globalen Empathie-Bewusstseins in weniger als einer Generation … die Biosphäre erretten und die globale Wirtschaft auf ein neues Fundament stellen können“. Er hofft damit, dass „Menschenbild der Aufklärung“ überwinden zu können, „das von Willensfreiheit, Vernunft, Individualismus, Schöpferkraft und Eigennutz geprägt war“ und auf den „modernen Nationalstaat“ übertragen wurde.

 

Rifkin geht davon aus, dass die „Revolution der dezentrierten Kommunikation ein neues Zentralnervensystem für Milliarden und Abermilliarden von Menschen [erschafft] und die Gattung über alle räumlichen und zeitlichen Grenzen hinweg [vernetzt].“ „Wir beginnen zu verstehen, dass die Biosphäre wie ein Organismus funktioniert - ein Organismus, zu dem wir Menschen untrennbar gehören und für dessen Erhalt wir Verantwortung tragen.“ Diesen Gedanken überträgt er auf die Schaffung „intelligenter, interkontinentaler Energienetzwerke“: „Dezentrierte erneuerbare Energien“ werden „lokal und regional erzeugt“, „um dann mithilfe von intelligenten Netzwerken international peer to peer verteilt zu werden“. „Heute stehen wir an der Schwelle zu einer weiteren Revolution des Energie- und Kommunikationssystems: Im Verlauf dieser Dritten Industriellen Revolution könnte sich die empathische Sensibilität auf die Biosphäre und das gesamte Leben auf der Erde ausdehnen. Die Revolution des dezentrierten Internet trifft auf ein dezentriertes System der Energiegewinnung, aus dem eine nachhaltige, postfossile Ökonomie entstehen kann, die gleichermaßen global vernetzt und lokal organisiert ist.“ Letztlich stellt er zur entstehenden „empathischen Zivilisation“ die Frage: „Wird sie schnell genug wachsen, um jene Bedrohung abzuwenden, die noch aus dem vergangenen Zeitalter der fossilen Energiegewinnung herrührt…? Werden wir den Zustand der globalen Empathie und des Biosphärenbewusstseins noch rechtzeitig erlangen, um die Zerstörung des Planeten und die Auslöschung der Menschheit abzuwenden?“

 

Der Beitrag von Jeremy Rifkin in der Berliner Zeitung vom 8. Februar 2010  beinhaltet offenbar die wichtigsten Erkenntnisse aus seinem 2010 bei Campus In Frankfurt am Main erschienenen Buch Die empathische Zivilisation. Wege zu einem globalen Bewusstsein. Doch trotz des Neuigkeitsgehalts und der Geschlossenheit der Darlegungen von Jeremy Rifkin stellen sich eine Reihe prinzipieller Fragen:

 

1. Rifkin fragt nicht, aus welchen gesellschaftlichen Verhältnissen das „Menschenbild der Aufklärung“ entsprang, wie es möglich war, dass sich die Menschen trotz der heute entdeckten angeborenen „Empathie-Neuronen“ bis heute immer stärker zu Individualisten und Egoisten entwickelten. Waren die „Empathie-Neuronen“ nicht eine Grundvoraussetzung der Entstehung und Entwicklung menschlicher Gemeinschaften seit der Urgemeinschaft? Ist damit der Begriff Empathie-Neuronen überhaupt richtig? Müsste nicht zutreffender von Gemeinschaftsneuronen gesprochen werden?

 

2. Rifkin klammert die realen Eigentums- und Besitzverhältnisse sowie deren mögliche Veränderungen aus der Entwicklung des globalen Empathiebewusstseins vollständig aus. Werden jene Menschen und Gesellschaften, die aus dem Besitz an natürlichen Reichtümern  und ihrer Verwertung profitierten, aus Einsicht auf diesen Besitz verzichten? Wird die „postfossile Ökonomie“ auf Konkurrenz und Gewinn zu Lasten der Natur verzichten?

 

3. Wird die „Internet-Generation“, für die „die Verbesserung der ‚Lebensqualität’ ein mindestens ebenso wichtiges Ziel wie die Akkumulation materieller Güter“ sein wird, nach wie vor auf „Wirtschaftswachstum“ und damit auf Naturverbrauch zur Erzeugung dieser Güter setzen?

 

4. Wie können die Menschen der armen Länder in die Entwicklung des globalen Empathiebewusstseins einbezogen werden, obgleich sie zum Überleben die umgebende Natur immer stärker verbrauchen müssen, die zudem nicht einmal über die Mittel verfügen, sich einen Computer zu kaufen und die häufig nicht einmal lesen können?

 

5. Wer soll in den Slums der Großstädte der Dritten Welt lokal Energie oder gar einen Überschuss an Energie erzeugen, der in das weltweite „dezentrierte System der Energiegewinnung“ eingehen kann? Ist es zulässig, dass Rifkin die Bedingungen in den reichen Vereinigten Staaten auf die „Entwicklungsländer“ überträgt?

 

 

Jeremy Rifkin geht von einer idealisierten Entwicklungsmöglichkeit aus und dies im Widerspruch zu den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen! Doch auch wenn seine idealisierten Voraussetzungen zutreffen würden, kommt die Realisierung seines Vorschlags eines weltweiten „dezentrierten System der Energiegewinnung“ in Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels meines Erachtens zu spät, weil der Vorschlag mit dem Bewusstseins- und Verhaltenswandel von Milliarden Menschen verbunden ist. Wir brauchen „schnelle“ Lösungen, die viele Menschen in kurzer Zeit überzeugen und sie zugleich finanziell entlasten. Die massenhafte Umrüstung von Autos auf die Nutzbarmachung von Raumenergie, wie dies im Jahre 1930 bereits Nicola Tesla gelang, wäre eine solche Lösung. Ein derartiger Weg könnte in Anbetracht der zur Neige gehenden Erdölreserven auch heute schon politisch begründet werden.

 

Sehr geehrte Frau Merkel! Bitte lassen Sie sich von kompetenten Fachleuten informieren, die seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Raumenergie die wissenschaftlichen Grundlagen gelegt, ihre Existenz nachgewiesen und erste bedeutsame Erfolge ihrer Nutzbarmachung erzielt haben. Die beigefügten Informationen, die auch über das Internet abgerufen werden können (vgl. www.bwgrundmann.de/REInfo210110.htm ), dürften nützlich sein, um erste wichtige Schritte einzuleiten. Ich selbst sehe mich lediglich als Vermittler, bin aber gern bereit, unterstützend mitzuwirken. Den vorliegenden Brief werde ich über meine Homepage veröffentlichen.

 

Mit großer Hochachtung und besten Wünschen

 

(Werner Grundmann)

 

Eine Anlage

 

 

 

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