Persönlicher Postbrief vom 26.12.2007 an Dr. Angela Merkel,  Veröffentlichung am 26.12.2007

E-Mail vom 26.12.2007, 18:47 Uhr, an internetpost@bundeskanzlerin.de

 

 

 

Dipl.-Wirt.-Math. Werner Grundmann                                          Berlin, den 26.12.2007

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Frau

Dr. Angela Merkel persönlich

Am Kupfergraben 6

10117 Berlin

 

 

Einheitliche Lösung der religiösen, ökologischen und sozialen Frage

Neue Berliner Thesen

 

Sehr geehrte Frau Merkel,

 

am 6. Juni 2007 hatte ich Sie in einem persönlichen Postbrief mit mehreren Anlagen zur

„Schaffung einer Gemeinschaftsordnung zur Verhinderung der Klimakatastrophe“

über meine wissenschaftlichen Arbeitsergebnisse informiert, insbesondere über die

Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung,

die ich im Mai 2007 im Umfange von 70 Seiten auf erstmalig über meine Homepage

www.bwgrundmann.de

zusammen mit anderen Beiträgen veröffentlicht hatte.

 

In meinem Schreiben ging es mir um „die einheitliche Lösung der ökologischen und der sozialen Frage“, wofür ich „ein einheitliches ökonomisches Herangehen und damit die Anwendung einer Ökonomie neuer Qualität“ vorschlug. Ökonomie in diesem Sinne wäre als rationelle Bedürfnisbefriedigung zu verstehen. Um ihren Anforderungen bestmöglich zu entsprechen, müsste im Verlaufe von Jahrzehnten schrittweise auf demokratischem Wege weltweit Gemeineigentum und (eingeschränkter) Gemeinbesitz an Natur eingeführt werden. Unter solchen Bedingungen“ sei „wahre Ökonomie“ als „Gemeinschaftsökonomie“ zu verstehen.

 

Ich hatte ausgeführt, dass „das Entstehen der neuen Ordnung … innerhalb der bestehenden Ordnungen möglich“ sei. „Die Anfänge der neuen Ordnung könnten durch die Schaffung von (staatlich anerkannten und geförderten) Zellen der Gemeinschaftsökonomie initiiert werden, die sich eigenständig bilden und verwalten. Im Verlaufe einer längeren Zeit würden sich die Zellen zu Organen und weiter zu eigenständigen Systemen der Gemeinschaftsökonomie vereinen und das vorherrschende marktwirtschaftliche Denken und Handeln schrittweise verdrängen. In Gegenüberstellung zur Gemeinschaftsökonomie müsste die heute vorherrschende Ökonomie als Privatökonomie bezeichnet werden.“

 

„Bei der anzustrebenden Ordnung würde es sich um eine Formation neuer ökonomischer Qualität im Marxschen Sinne handeln, um eine ökonomische Gemeinschaftsformation und  nicht um eine Gesellschaftsformation. Ihre weltweite schrittweise Akzeptanz käme dann zustande, wenn erstens immer mehr Menschen begreifen, dass uns das Wirken der Privatökonomie tendenziell in eine Klimakatastrophe, in einen Weltbrand, führt und wenn sich zweitens das rechtzeitige fortschreitende Anwenden der ‚neuen’ Ökonomie als Überlebensökonomie erweist.“

 

In meinem Brief bat ich Sie zu prüfen, „ob Sie die Entstehung und Eigenentwicklung der von mir vorgeschlagenen Zellen der Gemeinschaftsökonomie als Bundeskanzlerin tolerieren oder gar unterstützen können“.

 

Inzwischen konnte ich die Arbeiten an den Berliner Thesen am 4. Oktober zu einem ersten Abschluss bringen und sie am 5. Oktober 2007 über www.bwgrundmann.de abrufbar veröffentlichen, und zwar die „Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gesellschaft“ im Umfange von 70 Seiten und die „Erkenntnisse aus den Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung“ zusammengefasst auf zehn Seiten.

 

Nach meiner Teilnahme an der Energiepolitischen Konferenz der LINKEN in Hamburg vom 2.-4.11.2007 begann ich mit der Ausarbeitung „Neuer Berliner Thesen“ (NBT). Gegenstand der NBT ist die einheitliche Lösung der religiösen, ökologischen und sozialen Frage. Die NBT sollen mit den Berliner Thesen (BT) zu einer Einheit verschmolzen werden. Insbesondere wird versucht, die Hintergründe der Entstehung der Religionen zu erkennen und den Zusammenhang zur gesellschaftlichen Negativentwicklung unserer Menschheit herzustellen. Ich bin mir darüber bewusst, dass es sich dabei um eine außerordentlich weit reichende Problematik handelt, wobei der Lösung der religiösen Frage das Primat zukommen dürfte.

 

Im ersten Teil der NBT geht es um die "mögliche Bewältigung der ökologischen Krise durch die unterschiedlichen ökonomischen Formationen". Er enthält u. a. Thesen, warum unter kapitalistischen Bedingungen und unter sozialistischen Bedingungen die ökologische Krise nicht bewältigt werden kann.

 

Meinem heutigen Schreiben füge ich im Umfange von neun Seiten als Anlage 1 den ersten Teil abrufbarer "Neuer Berliner Thesen"

Zur möglichen Bewältigung der ökologischen Krise

durch die unterschiedlichen ökonomischen Formationen

vom 14.12.2007 bei sowie im Umfange von sieben Seiten als Anlage 0 die Begründung zur Notwendigkeit der Erarbeitung dieser Thesen

Warum Neue Berliner Thesen?

vom 12.12.2007 .

 

Seit dem 17.12.2007 sind beide Ausarbeitungen aus dem Internet abrufbar, Teil 1 unter

            http://www.bwgrundmann.de/nbt1bw1.htm ,

die Begründung unter

            http://www.bwgrundmann.de/ntb0bw.htm .

 

Über die ersten Neuen Berliner Thesen sowie über die Begründung zu ihrer notwendigen Ausarbeitung habe ich vor Weihnachten führende Politiker und Wissenschaftler der LINKEN informiert, u. a. Oskar Lafontaine, Dr. Gregor Gysi, Christiane Reymann (Mitglied des Vorstandes der Europäischen Linkspartei), Helmut Scholz (Mitglied des Vorstandes der Europäischen Linkspartei), Prof. Dr. Wolfgang Methling (Parteivorstand DIE LINKE), Sarah Wagenknecht (Mitglied des Europäischen Parlaments), Dr. sc. André Brie (Mitglied des Europäischen Parlaments), Klaus Ernst (Stellv. Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Bundestag),  Prof. Dr. Norman Paech (Außenpolitischer Sprecher der LINKEN im Bundestag), Dr. Evelin Wittich (Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung), Prof. Dr. Dieter Klein (Mitglied des Vorstandes der Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Prof. Dr. Michael Brie (Mitglied des Vorstandes der Rosa-Luxemburg-Stiftung).

 

Ich würde mich freuen, wenn Sie Ergebnisse meiner Arbeit im Rahmen Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit nutzen könnten und wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Kreativität zum Wohle der Menschheit!

 

Diesen Brief werde ich über meine Homepage veröffentlichen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Werner Grundmann

 

Zwei Anlagen