E-Mail vom 14.08.2008, 11:07 Uhr an info@figu.org sowie (über Cc:) an de@figu.org

Veröffentlichung am 17.08.2008

 

 

 

Von Werner Grundmann                                                      Berlin, den 13./14.08.2008

 

an alle Mitglieder der FIGU

 

 

Krieg in Georgien

 

Liebe Mitglieder der FIGU,

          Sie werden sich fragen, wie der Fünf-Tage-Krieg in Georgien einzuordnen ist. Nachfolgend teile ich Ihnen kurz meine Auffassung mit und bitte Sie um kritische Überprüfung.

 

Der Krieg in Georgien könnte sich als typisch für das neue Jahrhundert erweisen:

  1. Es geht um den dominanten politischen Einfluss und die militärische Oberhoheit über eine Region, die die Kontrolle und den Zugang zu gewaltigen Erdölreserven ermöglicht, wobei ein relativ kleines Land unter Missbrauch des Nationalismus zwischen die Mühlsteine der Weltmächte USA und Russland geriet.
  2. Zugleich sollen weiterhin Profite aus Waffengeschäften mit den beteiligten Ländern abgesichert werden.
  3. Im strategischen Sinne ist es für die beteiligten Weltmächte offenbar das Ziel, ihre Macht- und Einflussbereiche zu bewahren bzw. auszudehnen.

 

Doch dies sind lediglich die rein „irdischen“ Gründe, warum ein „Vasall der USA“ (vgl. Berliner Zeitung vom 13.08.2008, S. 5), der georgische Präsident Saakaschwili, einen Krieg vom Zaun brach. Wesentlich dürfte es sein zu erkennen, dass auch dieser Krieg aus dem Hintergrund unter gleichzeitiger geistiger Beeinflussung aller beteiligten Seiten von einer Kräftegruppierung so „gemanagt“ wurde, dass er als rein irdisches Geschehen aus den Eigeninteressen der Beteiligten heraus erklärt werden kann. Wir sollten uns deshalb bemühen, die „hohe Kunst“ der geistigen Führung zum Negativen am Beispiel dieses Krieges zu durchschauen, um daraus Schlussfolgerungen für unser eigenes Verhalten zu ziehen.

 

Auch die Beendigung des Krieges hat sicherlich einen doppelten Sinn: Einerseits soll die Einstellung der Kampfhandlungen auf rein irdische Weise erklärbar sein; andererseits dürfte ein Lernprozess für Eduard Meier, für die Plejaren und für die gesamte FIGU gewollt sein, am Beispiel Georgiens zu erkennen, wie auf „kreative“ Weise „überraschend“ ein Krieg im Kleinen aus dem Hintergrund so fabriziert werden kann, dass sich die Machart auch auf das Provozieren von Großkriegen übertragen lässt. Den Machern dürfte zudem bekannt sein, wie schwer es Eduard Meier und den Plejaren mit ihrer streng logischen Denkweise fällt, die zum Krieg führenden Wechselwirkungen zwischen den Führungen der beteiligten Staaten auf der Basis ihrer Eigeninteressen als inszeniert zu erkennen.

 

Meine „irdisch“ bezogenen Einschätzungen resultieren aus aktuellen Presseinformationen, wobei sich zeigt, dass Georgien unter starker Beeinflussung seitens der USA steht. Ein Ziel der derzeitigen US-Administration ist es offenbar, die Mitgliedschaft von Georgien in der NATO mit Unterstützung anderer NATO-Partner zu ermöglichen, um damit die militärische Einkreisung Russlands weiter fortzusetzen:

 

- Am 12. August 2008 schrieb „Neues Deutschland“ im Leitartikel „Krieg im Kaukasus weitet sich aus“: „3000 US-kommandierte Söldner kämpfen angeblich auf der Seite der georgischen Truppen“. „Der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater James Jeffrey will der >>Washington Post<< zufolge nicht ausschließen, dass die USA Georgien auch militärisch zu Hilfe kommen. Offenbar passiert das schon: Bereits am Sonntagabend fliegen US-Flugzeuge 800 georgische Soldaten, die bisher in Irak eingesetzt waren, an die Heimatfront zurück. >>Nach unseren Informationen kämpfen bis zu 3000 Söldner, die von US-Militärexperten gelenkt werden, auf georgischer Seite gegen russische Friedenssoldaten<<, sagte ein ranghoher Mitarbeiter des militärischen Geheimdienstes in Moskau. Die Söldner kämen unter anderem aus der Ukraine und dem Baltikum. Zudem befänden sich rund 1000 US-Militärexperten in Georgien.“

 

- Doch auch von Georgien zu Israel haben sich enge Beziehungen entwickelt, nachdem „viele nach Israel eingewanderte Georgier Geschäftsleute“ waren und „sich auch der Waffenhandel [entwickelte]“. „ … georgische Soldaten [genossen] eine israelische Ausbildung“! „Israel verkaufte an Georgien eine unbekannte Zahl Drohnen vom Typ Hermes 450“, die der unbemannten Luftaufklärung dienen, ferner „Raketenwerfer vom ferner Typ Lynx“, die auf „Lastwagen montiert“ werden können und mit Raketen von „einer Reichweite bis zu 150 Kilometer … große Zielgenauigkeit“ erreichen. „Das Volumen der Waffengeschäfte Israels mit Georgien beläuft sich nach Angaben der Zeitung >>Haaretz<< auf insgesamt 200 Millionen Dollar im Jahr. Die größten Waffenlieferanten Georgiens seien allerdings die USA und Frankreich.“ (Vgl. „Neues Deutschland vom 12.08.2008, S. 2)

 

- “ Im Mai beschloss das israelische Verteidigungsministerium, nur noch defensive Waffensysteme an Georgien zu verkaufen … Am Sonntag empfahl das israelische Außenministerium nun einen völligen Lieferstopp … Israels Diplomaten fürchten russische Vergeltung gegen Jerusalem in der Form, dass Moskau seine Restriktionen für Waffenverkäufe an Iran oder gewisse arabische Länder aufheben könnte. Israel dürfe den Russen keinen Vorwand bieten, zum Beispiel S-300 Luftabwehrraketen an Iran zu liefern, hieß es besorgt.“ (Vgl. „Neues Deutschland vom 12.08.2008, S. 2)

 

 

Allein aus diesen wenigen Zitaten wird die Strategie deutlich, die von der US-Administration zusammen mit Israel nicht nur im Nahen Osten, sondern auch im Kaukasus im Interesse der Erdöl- und Rüstungskonzerne verfolgt wird. Es dürfte ein leichtes „Spiel“ für die Macher im Hintergrund sein, aus der politischen, militärischen und privatökonomischen Gemengelage jene im März 2008 im „Magazin 2000plus“ vorausgesagte „Erdkatastrophe“ in die Wege zu leiten!

 

Bitte nehmen Sie meine Bedenken außerordentlich ernst!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Werner  Grundmann                             Berlin, den 14.08.2008, 11:07 Uhr