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BeschneidungBWG.doc                         abrufbare Veröffentlichung: 21.09.09

 

Werner Grundmann                               Berlin, den 15.-19. September 2009

 

 

Religiöse Hintergründe der Beschneidung

 

1. Ein Einzelschicksal der Beschneidung aus Somalia

Auf der Biennale in Venedig wurde im September 2009 der Film „Wüstenblume“ gezeigt, der aus dem Leben von Waris Dirie aus Somalia berichtet. „Sie wurde mit 18 Jahren als Model entdeckt und gilt als eine der schönsten Frauen der Welt. Auf den Laufstegen von Mailand, London und Paris war sie zu Hause. … Doch ihr Leben hat noch eine andere Seite. 1997, auf dem Höhepunkt ihrer Modelkarriere, berichtete sie der Zeitschrift ‚Marie Claire’ von ihrer Beschneidung. Wie fast alle Mädchen in Somalia wurde auch Waris Dirie beschnitten – im Alter von fünf Jahren. Sie fieberte dem Tag freudig entgegen, denn die Beschneidung bedeutet, endlich zu den Erwachsenen zu gehören. Welches Kind möchte das nicht? Die Freude war schnell vorbei, als ihre Genitalien – ohne Narkose und mit einer abgebrochenen Rasierklinge – verstümmelt wurden und die Wunde sich Tage später entzündete. Sie überlebte die Qualen, ihre Schwester und zwei Cousinen starben daran. Unter den Folgen ihrer Beschneidung leidet Waris Dirie noch heute. Lange Zeit hat sie geschwiegen. Denn einerseits handelt es sich bei dem Thema um eine sehr intime Angelegenheit, andererseits ist es in ihrer Kultur verboten, darüber zu sprechen. Waris Dirie tat es trotzdem. In ihrem Buch ‚Wüstenblume’ erzählt sie von ihrer Kindheit in Somalia, ihrer Beschneidung und ihrer Flucht. Seit 1997 kämpft sie als Sonderbotschafterin der UNO gegen Mädchenbeschneidung.“ (Vgl. http://www.stop-mutilation.org/jugend.asp

 

 

2. Zur heutigen Praxis der Beschneidung von Mädchen

Informationen aus  http://www.koenigskinder-ev.de/afrika/beschneidung.htm:

>>  Der Begriff "Female Genital Mutilation" - weibliche Beschneidung - wird für alle Prozeduren verwendet, bei denen die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane teilweise oder völlig entfernt, oder verletzt werden. In den meisten Kulturen wird diese Praktik von traditionellen Beschneidern mit Instrumenten wie Messern, Rasierklingen und Glasscherben durchgeführt, üblicherweise ohne Betäubungsmittel. In reicheren Gesellschaftsschichten werden Beschneidungen auch in Krankenhäusern von qualifiziertem Personal vorgenommen.

 

Das Alter der Mädchen, welche diese Prozedur mitmachen müssen, ist verschieden: Beschneidungen werden an wenigen Tage alten Säuglingen vorgenommen, an weiblichen Kindern und Jugendlichen, manchmal auch an erwachsenen Frauen. Im allgemeinen werden die Mädchen aber zwischen ihrem vierten und zwölften Lebensjahr beschnitten.

 

Die Beschneidung von Mädchen und Frauen führt sehr oft zu Komplikationen. Kurzfristige Komplikationen sind starke Schmerzen, Schockzustand, Blutsturz, Urinverhalten, Eiterungen im Genitalbereich und Verletzungen des umliegenden Gewebes. Blutsturz und Infektionen können tödlich sein. Längerfristige Komplikationen sind Zysten und Abszesse, Narbenwucherung, Verletzungen der Harnröhre, extrem schmerzhafter Geschlechtsverkehr, Harnwegsinfektionen, Unfruchtbarkeit und schwere Komplikationen bei Geburten.

 

Jahr für Jahr werden ungefähr 2 Millionen Mädchen beschnitten. Die Gesamtzahl der beschnittenen Frauen und Mädchen beträgt weltweit über 130 Millionen. Der Großteil der betroffenen Mädchen und Frauen lebt in 28 afrikanischen Ländern, der Rest in Asien und im Mittleren Osten. In Europa, Australien, Kanada und den Vereinigten Staaten findet man Fälle von Beschneidung bei Immigranten. <<

 

 

3. Internationale Bemühungen zur „Ausrottung der Beschneidung von Frauen und Mädchen“

Im April 1997 trafen sich „die Leitungen der drei UN-Organisationen - von UNICEF, WHO (Weltgesundheitsbehörde) und UNFPA (United Nations Population Fund)“. Sie riefen gemeinsam „zur Ausrottung der Beschneidung von Frauen und Mädchen auf“ und appellierten „an die Internationale Gemeinschaft und an Politiker“, „die gemeinsamen Bemühungen zur Abschaffung der Beschneidung von Frauen und Mädchen zu unterstützen“.

( Vgl. http://www.koenigskinder-ev.de/afrika/beschneidung.htm )

 

Weiter heißt es auf der Website von Königskinder e.V. unter Berufung auf die

Quelle http://www.unicef.or.at/gericht/missachtungen/beschneidung/fgm2.html:

>> Carol Bellamy von UNICEF, Dr. Hiroshi Nakajima von WHO und Dr. Nafis Sadik von UNFPA stellten ihren gemeinsamen Plan vor, der innerhalb der nächsten 10 Jahre eine Senkung der Fälle von Beschneidung zur Folge haben soll. Endgültiges Ziel ist die völlige Ausrottung der Beschneidung von Frauen und Mädchen innerhalb der nächsten drei Generationen.

 

Die Ausrottung dieser gefährlichen und unverantwortlichen traditionellen Praktik, die auf Mißverständnissen und Mythen beruht, wird den Gesundheitszustand von Millionen Frauen und Kindern in den Entwicklungsländern, vor allem in afrikanischen Staaten, beträchtlich verbessern, verlautbarten die drei Organisationen. Außerdem wird die Ausrottung der weiblichen Beschneidung erheblich zur Förderung der Menschenrechte und der Gleichberechtigung der Geschlechter beitragen.

 

UNICEF, WHO und UNFPA betonen einen multidisziplinären Zugang und Teamwork, sowohl in den Ländern, wo weibliche Beschneidung praktiziert wird, als auch auf regionaler und globaler Ebene. Regierungen, politische und religiöse Institutionen, internationale Organisationen, Nicht- Regierungs-Organisationen und Hilfsorganisationen sollen gemeinsam an der Ausrottung dieser schmerzvollen Tradition arbeiten. Die Basis für die Zusammenarbeit auf Länderebene werden nationale "Interagency Teams" sein, die von internationalen Organisationen unterstützt werden.

 

Diese "Interagency Teams" werden die Regierungen bei der Entwicklung und Durchführung einer klaren nationalen Politik unterstützen, um "die weibliche Beschneidung abzuschaffen, und, falls es notwendig ist, Gesetze zu erlassen, die diese Praktik verbieten".

 

Die öffentliche Meinung in den betroffenen Ländern soll durch Bewußtseinsbildung und Aufklärung über die schmerzhaften körperlichen und seelischen Auswirkungen der weiblichen Beschneidung verändert werden. Die Zielgruppen für diese Aufklärungsprogramme sind die allgemeine Öffentlichkeit, Ärzte und medizinisches Personal, Regierungen, politische und religiöse Führer, Dorfvorsteher, traditioneller Heiler und Hebammen.

 

"Die Argumente gegen die weibliche Beschneidung beruhen auf den Menschenrechten, vor allem auf dem Recht auf die bestmögliche psychische und physische Gesundheit", sagt Dr. Nakajima. "Diese Praktik ist eine Verletzung der psychischen und psychosexuellen Unversehrtheit von Frauen und Mädchen, und stellt eine Art von Gewaltanwendung gegen sie dar. Daher ist die weibliche Beschneidung in jeder Form und von jedem Gesichtspunkt aus abzulehnen."

 

"Wir müssen uns allerdings darüber im Klaren sein, daß die weibliche Beschneidung eine tiefverwurzelte traditionelle Praktik ist. Daher kann sie nur dann völlig abgeschafft werden, wenn sich die Einstellung der Bevölkerung dazu verändert", sagt Dr. Nakajima.

 

"Unser gemeinsamer Plan stellt eine entscheidende Ausgangsbasis dafür her, diese Tradition ein für allemal auszurotten. Die weibliche Beschneidung ist eine gefährliche und lebensbedrohende Prozedur, die jedes Jahr Millionen Mädchen betrifft", sagt Carol Bellamy, Executive Director von UNICEF. "In Ländern wie Kamerun, Ägypten und Burkhina Faso wurden unlängst Erfolge durch Gesetze gegen die Beschneidung erzielt. Wir müssen weiterhin überall Druck ausüben, um sicherzustellen, daß das Recht jedes Mädchens auf ein sicheres und gesundes Leben geschützt wird."

 

"Die physischen und psychologischen Auswirkungen der weiblichen Beschneidung beeinträchtigen ein Leben lang die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden - im speziellen die Sexualität und die Fortpflanzung - der Betroffenen", sagt Dr. Sadik. "Die Abschaffung der Beschneidung verlangt aber auch Wissen und Verständnis über die sozialen und kulturellen Wurzeln dieser Tradition."  <<

 

Zur internationalen Verständigung unterscheiden die zuständigen UNO-Organisationen nach dem Ausmaß des Eingriffs und dem betroffenen Teil der weiblichen Genitalien die folgenden vier Typen der Beschneidung

- Typ I: Teilweises oder vollständiges Entfernen des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris und/oder der Klitorisvorhaut

- Typ II: Teilweises oder vollständiges Entfernen des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris und der kleinen Schamlippen mit oder ohne Beschneidung der großen Schamlippen (Exzision).

- Typ III: Verengung der Vaginalöffnung mit Bildung eines deckenden Verschlusses, indem die kleinen und/oder die großen Schamlippen beschnitten und zusammengefügt werden, mit oder ohne Entfernung des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris (Infibulation).

- Typ IV: In dieser Kategorie werden alle Praktiken erfasst, die sich nicht einer der anderen drei Kategorien zuordnen lassen. Die WHO nennt beispielhaft das Einstechen, Durchbohren, Einschneiden (Introzision), Abschaben sowie die Kauterisation weiblichen Genitalgewebes.

(Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien#Religion )

 

Beschnittene afrikanische Mädchen und Frauen, die älter als 15 Jahre sind, sind zu etwa 90 % von Praktiken der Typen I und II sowie Typ IV betroffen, zu 10 % von Praktiken des Typs III.

 

 

4. Zur historischen Entwicklung und zur Einordnung der Beschneidung

 

Initiierungsthese: Die Einführung der Beschneidung ist an die Schaffung des Monotheismus gebunden. Sie sicherte dem Betroffenen die Zugehörigkeit zu jenem Gott, dem er sich bewusst körperlich und geistig unterwarf. Nach Aufforderung von Gott Arus wurde die Beschneidung zuerst an Abraham vollzogen, mit dem Gott einen „heiligen Bund“ schloss. Sie wurde über dessen Söhne und Enkel fortgeführt und war der Beginn der Beschneidungspraxis überhaupt. Gottessohn Aruseak übernahm die Beschneidung, als er im Raumschiff Moses zur Schaffung und Verbreitung der von ihm kreierten jüdischen Religion unterwies und damit Gottvater hinterging.

 

Anmerkungen:

- In den abrufbaren Religionsthesen „Zur Entstehung und Entwicklung der monotheistischen Religionen“ vom 28.10.2007

(http://www.wbgrundmann.de/Religionsthesen_final.htm) kam ich unter Nutzung außerirdischer Informationen zum Ergebnis, dass sich hinter jener geistigen Intelligenz, die die Erdenmenschheit als Gott verehrt, der Geist des extrem langlebigen außerirdischen Gewaltherrschers JHWH Arus verbirgt, der vor etwa 13'000 Jahren mit seinem Gefolge zur Erde kam, im Verlaufe von 1500 Jahren zum „Herrn der Herren“, zum „Gott der Götter“ und zum „König der Könige“ aufstieg und unsere Menschheit zeugen ließ. Jschwisch Arus wurde von seinem drittgeborenen Sohn Jehavon vor ca. 10'400 Jahren ermordet (vgl. Semjase-Kontakt-Berichte [SKB], FIGU, Schweiz, S. 1061) und stieg im irdischen Jenseits zum „Herrn der Geister“, zum Gottesgeist, auf. Gottes Sohn ist nach meinen Untersuchungen der zweitgeborene leibliche Sohn von Arus namens Aruseak. Er lebt heute unter dem Namen Ashtar Sheran und richtete zahlreiche Botschaften in Form von „UFO-Tatsachenberichten“ an die Erdenmenschheit. Sie wurden vom Medialen Forschungskreis Schwalenberg 1990 in zweiter Auflage veröffentlicht. Arus und Aruseak konkurrieren um die geistige und weltliche Vormacht über die Erdenmenschheit.

 

- Abraham, einer der drei Stammväter des Volkes Israel, lebte von 5040 bis 4865 v. Chr. (vgl. FIGU-Bulletin Nr. 57, www.figu.org ). „Abraham gilt als Vorbild für strikten Gehorsam gegenüber Gottes Befehlen. Ohne zu zögern, unterzog er sich der Beschneidung (Entfernung der Penis-Vorhaut), ein Opfer und Zeichen für den Bund, den Gott mit ihm und allen seinen Nachkommen schloß; alle männlichen Nachkommen müssen seither am achten Tage nach der Geburt beschnitten werden.“ (Siehe Mary Pat Fischer: Religionen heute. Kapitel „Das Judentum. Ein Bündnis mit Gott“  Könemann Verlagsgesellschaft, Köln, 1999, S. 221)

 

- Moses lebte von 1571 bis 1451 v. Chr. (vgl. SKB, S. 2150). Er kannte offenbar die Beschneidung aus Ägypten.

 

- Jener Gott, der die Hebräer aus der Knechtschaft aus Ägypten führte und ihnen das „gelobte Land“ als Existenzgrundlage zuwies, der als Jehova im Raumschiff über Moses den „heiligen Bund“ mit dem „auserwählten“ Volk der Hebräer schloss, war Gottessohn Aruseak. Nach dem Bruch dieses Bundes wandte er sich Jahrhunderte später gegen das jüdische Volk, indem er ihm die Existenzgrundlage wieder entzog.

 

 

Echnaton-These: Unter Pharao Echnaton entstand in der 18. Dynastie vor der Zeit von Moses die erste monotheistische Religion. Sie verehrte den Sonnengott Aton als einzigen Gott. Der höchste Repräsentant dieser Religion war der Pharao Amenophis IV, der sich in „Echnaton“ („dem Aton wohlgefällig“) umbenannte. Es liegt nahe, dass die historisch überlieferte Beschneidungspraxis der alten Ägypter auf Weisung von Gott Arus mithilfe der Gizeh-Intelligenzen unter Echnaton eingeführt und beibehalten wurde, obgleich die Lehre nach dem frühen Tod von Echnaton und nach der Ermordung seines Sohnes Tutanchamun an inneren Widerständen in Ägypten scheiterte.

 

Anmerkungen:

- Die Abbildung der Beschneidung zweier Knaben ist aus der 21. Dynastie überliefert (vgl. „Lexikon der Bibel“, Komet Verlag Köln, S. 17). Im selben Zusammenhang wird unter dem Stichwort „Ägypten“ auf die „Beschneidung bei Priestern und gelegentlich auch sonst“ hervorgehoben.

- Die Schaffung einer ersten monotheistischen Religion war nach dem Vertreiben der hörigen Nachfolger des Arus unter Arussem ein Versuch, unter Nutzung der im Geheimen agierenden zurückgekehrten Gizeh-Intelligenzen auf indirekte Weise die Erdenmenschheit weiter geistig zu beherrschen. Die „tief unter der heutigen Gizeh-Pyramide sich befindenden Räume und Bauten“  funktionierten sie „zur Zentrale … um“. Von der Gizeh-Zentrale aus verbreiteten sie „religiöse Wahnsinnslehren und Kulte“ (vgl. SKB, S. 1062).

 

 

These zur pharaonischen Beschneidung von Mädchen und Frauen:

Die Zweitbezeichnung pharaonische Beschneidung für den Typ III Infibulation der Beschneidung von Mädchen und Frauen verweist darauf, dass sie in Ägyptern entstanden sein dürfte und sich im Verlauf von über 3000 Jahren von Ägypten aus auf große Teile südlich, südöstlich und östlich der Sahara ausdehnte.

 

Anmerkungen:

- Entscheidender Faktor für die Verbreitung von Beschneidungen allgemein wie auch bezüglich des Typs der Beschneidung ist nicht die Staatsangehörigkeit, sondern die ethnische Gruppe, der die Frauen angehören. Ein geografischer Ursprung der Praktiken ist nicht bestimmbar.

(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien#Religion)

 

- In Ägypten, im Norden Sudans, in Somalia, auf der Sinai-Halbinsel und entlang der afrikanischen Küste zum Roten Meer sind „über 90 % der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren … beschnitten“ (vgl. ebd.).

 

 

These zur christlichen Taufe: Die Einführung der Taufe als Ritual der Zugehörigkeit zur christlichen Glaubensgemeinschaft wurde in bewusster Abgrenzung zur Beschneidung nicht von Gott Arus, sondern vom Gottessohn Aruseak veranlasst.

 

Anmerkungen:

- Die christliche Taufe wurde zuerst vom „Sitten- und Bußprediger“ Johannes dem „Täufer“ vorgenommen, der sie „als Sinnbild und Besiegelung der von ihm geforderten inneren Reinigung“ ausübte. Auch „Jesus [gehörte] zu den von Johannes Getauften“. „Im Bewußtsein, auf der Schwelle des messianischen Zeitalters zu stehen, wollte er die Besserungsfähigen unter seinen Landsleuten als ein geheiligtes Volk Gott zuführen, während die übrigen trotz abrahamitischer Abstammung und pharisäischer Gesetzesgerechtigkeit dem Verderben anheim fallen würden“ – eine Andeutung der Judenverfolgung? Johannes „verkündet … das bevorstehende Auftreten eines Größeren, nämlich des Messias, der mit seiner Geistestaufe die Wassertaufe überbieten und ergänzen werde“. (Vgl. „Lexikon der Bibel“, Komet Verlag Köln, S. 220).   

 

- Von Paulus „datiert … die dogmatische Behandlung des Begriffes Taufe. In seinen Kreisen faßte man dieselbe als einen mysteriösen und der Beschneidung entsprechenden Initialakt“ auf, „als ein ‚Bad der Wiedergeburt’ und setzte sie … in besondere Beziehung zum Sterben (Untertauchen) und Auferstehen (Auftauchen) Jesu. Daher auch die bestimmte Unterscheidung der christlichen Geistestaufe von der johanneischen Wassertaufe.“ ( Vgl. ebd., S. 439). 

 

- Ausdruck der angestrebten geistigen Erneuerung war später die Schaffung des Neuen Testaments durch Aruseak, der in die Fußtapfen des gekreuzigten Jesus stieg. Jesus hieß eigentlich Jmmanuel, überlebte die Kreuzigung und wurde von Aruseak nach Srinagar in den Kaschmir gebracht, wo er mit 115 Jahren verstarb (vgl. FIGU-Sonder-Bulletin Nr. 12, S. 7).

 

- Der von Aruseak geschaffene und von ihm bis heute beherrschte Katholizismus schuf über die Errichtung von Klöstern, durch das Eheverbot für Priester und durch das Keuschheitsgelübde neue Formen der persönlichen Abhängigkeit vom göttlichen Willen.

 

These zur Beschneidung im Islam: Der Islam ist ein Beleg dafür, dass die Beschneidung von Männern und Frauen nicht an bestimmte Glaubensrichtungen innerhalb einer Religion gebunden sein muss. Entscheidend für die Hintergrundmächte ist offenbar nicht die Form, wie die Menschen ihrem Machtanspruch gerecht werden, sondern der Machterhalt und die Ausdehnung der Macht entsprechend ihrer jeweiligen Strategie, auch unabhängig von der Religion.

 

Anmerkungen:

- In den Religionsthesen „Zur Entstehung und Entwicklung der monotheistischen Religionen“ vom 28.10.2007 kam ich zum Ergebnis, dass der sunnitische Islam an Gott Arus gebunden ist und der schiitische Islam an Gottessohn Aruseak. Letzteres wird besonders am Erlöser-Glauben deutlich. Am Ende der Zeiten wird „der Erwartete“ (al Mahdi) wiederkehren (vgl. ebd., S. 42/43)! Dies ist für den extrem langlebigen Aruseak alias Ashtar Sheran bis heute persönlich möglich!

 

- Der schiitische Islam ist am stärksten im Iran verbreitet, wo es – bis auf ethnische Gruppen im Osten des Landes – keine Beschneidung gibt. Bei den schiitischen Kurden im Norden des Irak ist die Beschneidung von Frauen üblich.

(Vgl. http://www.wadinet.de/projekte/frauen/fgm/studie.htm )

 

- Analog gegensätzlich verhält es sich beim sunnitischen Islam: In den Ländern Nordafrikas, die sich an den Küsten des Mittelmeeres und des Atlantiks befinden, leben überwiegend Sunniten, bei denen keine Beschneidung bekannt ist. Eine Ausnahme stellt Ägypten mit über 90 % beschnittenen Frauen dar.

 

- „Der Koran erwähnt weder die Beschneidung von Frauen noch diejenige von Männern. In der Regel wird die Genitalbeschneidung unter Berufung auf einige Aussprüche im Islam religiös legitimiert, … die dem Propheten Mohammed zugeschrieben werden“. Sie „bilden neben dem Koran die zweite Quelle des islamischen Rechts. Hierbei handelt es sich allerdings um eine bestimmte Eingriffsform, die sogenannte leichte Beschneidung“. Mohammed soll gegenüber einer Beschneiderin sinngemäß gesagt haben: „Nimm ein wenig weg, aber zerstöre es nicht. Das ist besser für die Frau und wird vom Mann bevorzugt.“

(Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien#Religion )

 

 

5. Abschließende Wertung der Beschneidung von Mädchen und Frauen

Die Beschneidung ist gegen die Schöpfung gerichtet und ein Verbrechen an mehr als 100 Millionen Mädchen und Frauen, die ein Leben lang psychisch und physisch unter dem Eingriff leiden können. Die Schädigung der Gesundheit und der Tod vieler Mädchen und Frauen als Folge des Eingriffs werden von den Verantwortlichen bewusst in Kauf genommen.

 

Alle Formen der Beschneidung erwuchsen aus dem Herrschaftsanspruch konkurrierender hoch entwickelter negativ dominanter Intelligenzen, die sich von den Menschen als „Götter“ bezeichnen, anbeten und verehren lassen.

 

Die Einführung der Beschneidung war möglich durch den Missbrauch der überlegenen geistigen Macht eines „Gottes“ über unwissende Erdenmenschen. Sie zog verstärkend das Ausnutzen der Macht von körperlich Stärkeren gegenüber den Schwächeren und Unmündigen nach sich, zunächst innerhalb des männlichen Geschlechts, danach in Übertragung auf das weibliche Geschlecht. Die Beschneidung ist das Ergebnis hierarchischer Machtausübung.

 

Die Beschneidung begann mit der bewussten Unterordnung des gläubigen Abraham unter den Willen einer für ihn unsichtbaren mächtigen geistigen Intelligenz, des Gottesgeistes. Sie erfolgte mit dem Einverständnis von Abraham und wurde zunächst auf die erwachsenen Nachkommen übertragen, später auf die von ihren Vätern abhängigen Jungen und schließlich auf die männlichen Säuglinge.

 

Da die Frauen zu jener Zeit zum Besitz ihrer Männer gehörten, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Männer ihre Macht über die Frauen ausübten und genitale Verstümmelungen an Frauen, später an Mädchen und weiblichen Säuglingen vornehmen ließen.

 

Die Beschneidung zog andere Formen der Unterwerfung von Menschen unter den Willen geistiger Intelligenzen nach sich, wie z. B. der Eheverzicht von Geistlichen, das Einrichten von Klöstern und das Keuschheitsgelübde.

 

Erst das Wissen über die historischen Hintergründe und Zusammenhänge zur Entstehung und Entwicklung der Beschneidung wird es ermöglichen, die Beschneidung auszurotten.

 

Werner Grundmann                             Berlin, den 19.09.2009, 22:13 Uhr

 

 

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