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BT2010Erk.doc                         abrufbare Veröffentlichung am 22.04.2010

 

Werner Grundmann                                              Berlin, den 21. April 2010

 

 

Erkenntnisse aus den

Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung

(aus der erweiterten Fassung vom 20.04.2010)

 

Ausgehend von der „Endfassung“ der „Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung“ vom 4. Oktober 2007 konnte ich im Umfange von 83 Seiten am 20. April 2010 eine erweiterte Fassung der Berliner Thesen fertig stellen, von der nachfolgend ausgegangen wird.

 

Die Berliner Thesen sind als eine wissenschaftliche Konzeption zur Begründung der existenziell notwendigen Ablösung des Kapitalismus als Gesellschaftssystem und für die Schaffung einer weltweiten Gemeinschaftsordnung aufzufassen. Entweder es gelingt, die kapitalistische Gesellschaftsordnung durch eine überlebensfähige Ordnung rechtzeitig abzulösen, oder die Menschheit geht mit dem selbstzerstörerischen kapitalistischen System unter.

 

Die Berliner Thesen richten sich in erster Linie an Wissenschaftler und Politiker. Mit den nachfolgenden „Erkenntnissen“ möchte ich einen breiten Leserkreis erreichen und allen Menschen die Hoffnung vermitteln, dass es einen Weg aus jener Sackgasse gibt, in der sich unsere Menschheit infolge der Verschärfung der ökologischen Krise heute befindet. Den Weg sehe ich im rechtzeitigen Einleiten einer Entwicklung, die es ermöglicht, vom Gegeneinander zum Miteinander überzugehen, was erfordert, die vorherrschenden Konkurrenzökonomien durch eine Gemeinschaftsökonomie schrittweise zu verdrängen.

 

Die erweiterte Fassung der Berliner Thesen enthält neben Ergänzungen zur Vertiefung bisheriger Aussagen einen weitreichenden Vorschlag zur „umweltneutralen“ Energiegewinnung durch die allgemeine Nutzbarmachung der Raumenergie. Raumenergie ist jene kosmische Ursprungsenergie, die zu jeder Zeit überall auf der Erde kostenlos und unbegrenzt genutzt werden könnte, wenn Konverter verfügbar sind, die die Raumenergie aus der Umgebung „aufsaugen“ und in elektrische Energie umwandeln. Jeder Betrieb, jedes Flugzeug, jedes Fahrzeug und jeder Haushalt könnte unter Nutzung von Konvertern die benötigte Energie dauerhaft selbst erzeugen, ohne dass Belastungen für die Umgebung entstehen.

 

Die Nutzbarmachung der Raumenergie ist jene bisher unterdrückte Form rationeller Energiegewinnung, die der bedürfnisorientierten Ökonomie der nachkapitalistischen Gemeinschaftsordnung am besten entspricht. Sie könnte zur Überlebensenergie für unsere Menschheit werden. Doch ihre gewaltigen Vorteile sprechen unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen gegen ihre Nutzung. Sie ist nicht profitabel und deshalb systemfremd. Ihre durchgängige Nutzung würde die Existenz der Energie-, Erdöl- und Erdgaskonzerne in relativ kurzer Zeit „untergraben“! Deshalb schweigen die Medien zu den Fortschritten der Erforschung der Raumenergie und ihrer Nutzung mithilfe von Raumenergie-Technik. Es gilt folglich, die Überlebensinteressen der Menschheit gegen die Profitinteressen dieser Konzerne durchzusetzen! So wie in Form der Privatökonomie und Gemeinschaftsökonomie nach systemimmanenten und systemfremden Ökonomien unterschieden werden muss, gilt dies auch für die Formen der Energiegewinnung!

 

Bei der Erarbeitung der Berliner Thesen bin ich von der Marxschen Erkenntnis der historischen Abfolge ökonomischer Gesellschaftsformationen ausgegangen. Die Thesen sollen hinreichend begründen, dass zur Sicherung des Überlebens der Menschheit die nachkapitalistische Ordnung eine ökonomische Formation neuer Qualität sein muss: eine weltweite Gemeinschaftsordnung auf der Basis von Gemeineigentum, Gemeinbesitz und Gemeinschaftsökonomie.

 

Die Begründung der existenziell notwendig anzustrebenden Gemeinschaftsordnung wurde durch eine gegenüber dem Marxschen Vorgehen komplexeren Betrachtungsweise versucht. Die größere Komplexität besteht

- erstens im zusätzlichen Einbeziehen des privaten, gesellschaftlichen und staatlichen Besitzes an Natur,

- zweitens in der erweiterten Betrachtung aller Ausbeutergesellschaften als Bereicherungsgesellschaften,

- drittens in der Beachtung der Hinweise von Marx und Engels, dass neben der vorherrschenden profit- und gewinnorientierten Ökonomie eine andere, eine bedürfnisorientierte Ökonomie existiert,

- viertens im Berücksichtigen der Annahme, dass ökonomisches Verhalten eine Eigenschaft allen Lebens ist, auch des unbewusst existenten Lebens,

- fünftens in der Einbeziehung der Systemabhängigkeit der Energiegewinnung,

- sechstens in der Beschreibung und Nutzung der anderen Ökonomie zur einheitlichen Lösung der ökologischen und der sozialen Frage.

  

Der Vorschlag, die Entwicklung einer ausbeutungsfreien, einer nachkapitalistischen Gemeinschaftsordnung einzuleiten, geht von der vermuteten Existenz eines bisher nicht erkannten dialektischen Gesetzes aus, das ich als dialektisches Gesetz der Vereinigung oder der Divergenz bezeichne. Es lässt tendenziell nur die Wahl zu zwischen der schrittweisen Vergemeinschaftung der Menschen, Völker und Kulturen zum gemeinsamen Handeln, um das Überleben der Menschheit zu sichern, oder der gesellschaftlichen Spaltung und gegenseitigen Bekämpfung individualistisch geprägter Menschen in wirtschaftlicher Konkurrenz und in Kriegen bis zur totalen Selbstvernichtung. Die Vergemeinschaftung schließt notwendig ein, den weiteren Missbrauch von Religionen und Ideologien zur inneren und äußeren Spaltung der Nationen, Völker und Kulturen zu verhindern.

 

Den beiden gegensätzlichen Entwicklungswegen entsprechen zwei Ökonomien: die Gemeinschaftsökonomie und die Privatökonomie. Sie sind die jeweilige Basis für die unterschiedlichen ökonomischen Formen, die sich auf den unterschiedlichen Ebenen in Kommunen, Betrieben, Regionen, Vereinigungen, Gesellschaften, Nationen und global organisierten Netzen ausprägen. Die Gemeinschaftsökonomie orientiert auf die rationelle Befriedigung der Gesamtheit gemeinschaftlich anerkannter Bedürfnisse, die Privatökonomie auf maximale Gewinne aus der jeweiligen Produktion und den erbrachten Leistungen unter Anwendung des Wirtschaftlichkeitsprinzips. In seiner übersteigerten Ausprägung wird das Wirtschaftlichkeitsprinzip zu einem primär an Werte gebundenen Bereicherungsprinzip der so genannten Finanzwirtschaft, wobei das Verhältnis von Aufwand und Nutzen immer mehr zurücksteht. Von den ökonomischen Wissenschaften wird Wirtschaftlichkeit fälschlicherweise bis heute mit Ökonomie gleichgesetzt.

 

Als primärer Gegenstand der Ökonomie als Wissenschaft wird für alle Lebensformen die rationelle Befriedigung ihrer für das Leben und Überleben wichtigen Bedürfnisse innerhalb ihres jeweiligen Lebenssystems ausgegangen. Rationelle Befriedigung von Bedürfnissen wird als die grundlegende Form allen bewussten und unbewussten ökonomischen Verhaltens angenommen. Ihren Erfordernissen kann je nach Lebensform individuell, gemeinschaftlich oder gesellschaftlich entsprochen werden.

 

Gemeinschaftsökonomie ist von vornherein primär auf die rationelle Erhaltung und die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Gemeinschaft gerichtet sowie auf die rationelle Gestaltung ihres Lebens und die Sicherung ihres Überlebens. Die Zielstellungen einer solchen Gemeinschaft stehen damit nicht in Konkurrenz zu den Zielstellungen anderer Gemeinschaften, sofern die Lebensgrundlagen aller beteiligten und betroffenen Gemeinschaften nicht bedroht sind. Rationalität im umfassenden Sinne anzustreben, schließt rationelle Produktion und Reproduktion sowie eine rationelle Lebensweise ein. Sie kann im Gesamtzeitaufwand für die gemeinschaftlich vereinbarte Lebens- und Produktionsweise gemessen werden und ist zunächst nicht an ökonomischen Wertkategorien gebunden. Kann der Gesamtzeitaufwand reduziert werden, dann ergibt sich die Möglichkeit einer generellen Reduzierung der gemeinschaftlich notwendigen Arbeitszeit, oder es bleibt freie Arbeitszeit, um neue gemeinschaftlich vereinbarte Ziele anzustreben. Erst dann, wenn es um die Messung der Leistungen des Einzelnen und um die Verteilung der gemeinsam erzeugten Güter im Rahmen der Gemeinschaft sowie um den Austausch von Erzeugnissen mit anderen Gemeinschaften geht, wird ein Äquivalent erforderlich, um unterschiedliche Leistungen zu werten und verschiedenartige Produkte auszutauschen.

 

Entscheidend zur Sicherung eines gesellschaftlich tolerierten, eines friedlichen Übergangs zu einer nachkapitalistischen Ordnung ist, dass die sich bildenden Gemeinschaften bewusst eine Lebens- und Produktionsweise auf der Basis von Gemeineigentum und Gemeinbesitz unter der Nutzung der Gemeinschaftsökonomie anstreben, aber nicht in Konkurrenz zum bestehenden Gesellschaftssystem stehen. Revolutionen, die das bestehende Herrschaftssystem gewaltsam beseitigen, können sowohl eine politische Konfrontation als auch eine ökonomische  Konkurrenz zum bestehenden Gesellschaftssystem erzeugen. Sie sind deshalb abzulehnen, weil sie zu Kriegen oder gar zu Weltkriegen führen können. Mit den Berliner Thesen versuche ich deshalb auch zu belegen, warum der Aufbau einer sozialistischen in ökonomischer Konkurrenz zur kapitalistischen Gesellschaftsordnung in eine Sackgasse führen musste und warum ein „wissenschaftlicher Sozialismus“ mit einseitiger Orientierung auf die Lösung der sozialen unter Verdrängung der ökologischen Frage keine objektive Existenzberechtigung hat. Es war die politische und militärische Konfrontation sowie die ökonomische Konkurrenz zwischen den beiden Gesellschaftssystemen, die zu einer anteiligen Verschärfung der ökologischen Krise durch die sozialistischen Länder wesentlich beigetragen hat und heute noch beiträgt.

 

Die generelle Beweiskraft der Berliner Thesen resultiert aus dem komplexen Herangehen, aus der einheitlichen ökonomischen Betrachtungsweise sowie aus dem Bemühen, die einzelnen Thesen inhaltlich zu begründen bzw. zu belegen und mit anderen Thesen abzustimmen. Insofern besteht eine eingeschränkte Berechtigung, um von neuen Erkenntnissen zu sprechen.

 

 

 

 

 

Das Gesamtergebnis der Berliner Thesen besagt, dass die nachkapitalistische Ordnung eine hierarchische Gemeinschaftsordnung neuer ökonomischer Qualität sein muss, die Gemeinschaftlichkeit zwischen den Menschen sowie der Menschen innerhalb der Natur durch die Wiederherstellung natürlicher Lebenssysteme anstrebt. Die neue ökonomische Qualität besteht darin, dass Ökonomie nicht mehr als Privat- bzw. als Konkurrenzökonomie gewinn- und profitorientiert, sondern als Gemeinschaftsökonomie bedürfnisorientiert im Sinne der rationellen Befriedigung gemeinschaftlich anerkannter Bedürfnisse innerhalb von Lebensgemeinschaften verstanden wird. Die neue Ordnung hat zwar gegensätzlichen Charakter, richtet sich aber nicht gegen die bestehenden Ordnungen. Vielmehr soll die neue Ordnung schrittweise innerhalb der existenten Ordnungen aufgebaut werden, wobei sich fortschreitend immer mehr Menschen zu Gemeinschaften zusammenfinden, die bewusst nach den Anforderungen der Gemeinschaftsökonomie auf der Basis von Gemeineigentum und nach den Erfordernissen voller Demokratie leben, arbeiten und ihre Produkte bzw. Leistungen untereinander austauschen. Die vorgeschlagene Lebens- und Produktionsweise findet dann auf breiter Basis hinreichend Anerkennung, Unterstützung und Zulauf, wenn sie als Überlebensweg erkannt wird und sich die Gemeinschaftsökonomie als Überlebensökonomie erweist, als notwendig zur Sicherung des Überlebens der Menschheit. Die Gemeinschaftsökonomie wird die vorherrschenden Ökonomien in dem Maße verdrängen, wie der Erkenntnisprozess der existenziellen Gefährdung der Menschheit aus dem Wirken der Konkurrenzökonomien voranschreitet.

 

 

Dem Gesamtergebnis der Berliner Thesen liegt eine Reihe von Grunderkenntnissen zugrunde:

 

Entsprechend einer ersten Grunderkenntnis aus den Berliner Thesen ist die kapitalistische Gesellschaft eine Bereicherungs-, Ausbeutungs-, Verarmungs-, Zerstörungs- und letztlich Selbstvernichtungsgesellschaft. Sie teilt die Menschheit nicht nur in Reiche und Arme; im fortwährenden Streben nach Wirtschaftswachstum verbraucht, verarmt und zerstört sie tendenziell ihre eigenen Existenzgrundlagen und damit unsere Lebenswelt. Erst aus der Einsicht dieser Entwicklungstendenz erwächst das gemeinsame Interesse der Menschen aller Völker zur Überwindung der bestehenden Konkurrenzordnungen.

 

Anmerkungen:

- Ausbeutung ist die grundlegende, die ökonomische, die unmittelbar an produktive Arbeit gebundene Form privater Bereicherung, die Karl Marx im „Kapital“ eingehend wissenschaftlich untersuchte. Im Ergebnis entdeckte er den Mehrwert, der von der Arbeitskraft geschaffen und vom Kapitalisten durch Ausbeutung zur privaten Bereicherung angeeignet wird. Doch es gibt nichtökonomische Formen der Bereicherung, die nicht oder nur bedingt an Arbeit gebunden sind, wobei der Aufwand für das Aneignen der Gebrauchswerte und anderer Arbeitsergebnisse in keinem äquivalenten Verhältnis zum aktuellen Tauschwert steht. Und es gibt Bereicherung unabhängig von der Schaffung und Nutzung von Gebrauchswerten, etwa durch Spekulation.

 

- Zu den nichtökonomischen Formen der Bereicherung, deren Missbrauch in der Endphase kapitalistischer Entwicklung zunimmt, gehören der Raubbau an der Natur und die Belastungen der natürlichen Lebenswelt. Entscheidend für diese Formen der Bereicherung ist erstens, dass die der Natur entnommenen Gebrauchswerte auf dem Markt einen Tauschwert besitzen und Gewinne erbringen, ohne dass ein äquivalenter Arbeitsaufwand erforderlich war, zweitens dass die Verursacher des Raubbaus nicht für die Zerstörungen und Belastungen in der Natur aufkommen müssen, dass vielmehr der Aufwand für die Renaturierung späteren Generationen oder der Regenerierung durch die Natur selbst überlassen wird.

 

- Um die gesamte Bereicherungsproblematik zu kennzeichnen, kann von privater, nationaler, gesellschaftlicher und persönlicher Bereicherung auf Kosten und zulasten der Vorwelt, Mitwelt und Nachwelt gesprochen werden.

 

- Weil Bereicherung zulasten der Nachwelt in hohem Maße möglich ist, gesellschaftlich bis zum Ausschöpfen aller „Ressourcen“, etwa an Erdöl, Erdgas und Kohle, akzeptiert wird, weil das Abholzen der Wälder, weil Brandrodungen und das Waldsterben weiter vorangehen und keine hinreichenden Möglichkeiten existieren, diesen Prozess unter kapitalistischen Bedingungen zu stoppen, schreitet die ökologische Krise weltweit tendenziell und unaufhaltbar voran. Deshalb sind das Ablösen des kapitalistischen Systems und der Übergang zu einer weltweiten Gemeinschaftsordnung offenbar der letzte für die Menschheit verbleibende Überlebensweg.

 

 

Eine zweite Grunderkenntnis aus den Berliner Thesen besagt, dass die globale ökologische Krise nicht spezifisch durch den gesellschaftlichen Fortschritt bedingt ist, sondern primär gesellschaftlich und insbesondere ökonomisch verursacht wird. Der Schlüssel zur Überwindung der ökologischen Krise ist das Erkennen der Existenz jener wahren Ökonomie im Sinne rationeller Bedürfnisbefriedigung, die gemeinschaftlicher Lebens- und Produktionsweise bestmöglich entspricht. Um eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung anstreben zu können, ist es notwendig, zwischen Privatökonomie und Gemeinschaftsökonomie zu unterschieden, das Gleichsetzen von Wirtschaftlichkeit und Ökonomie abzuweisen und die Gemeinschaftsökonomie zunehmend als entscheidendes Mittel zum Erreichen gemeinschaftlicher Zielstellungen zu entwickeln und zu nutzen. Das Gemeinschaftliche wird selbst zu einer ökonomischen Potenz!

 

Anmerkungen:

- Das Begreifen der kapitalistischen Gesellschaft als Bereicherungs- und Verarmungsgesellschaft im umfassenden Sinne ermöglicht es, die ökologische Krise als gesellschaftlich verursacht zu erkennen. Sie resultiert nicht nur aus der Produktionsweise, sondern auch aus der in den „reichen“ Ländern extrem individualistisch geprägten Lebensweise, was sich insbesondere im Automobilismus, im Flugverkehr, im Tourismus sowie in der Zersiedelung der Landschaften äußert. Auch diese unsere Natur besonders belastende Lebensweise trägt wesentlich dazu bei, das Klima zu verändern und verstärkt ausgedehnte Waldbrände und anderen Naturkatastrophen auszulösen. Obgleich die Entstehung der individualistisch dominierten Lebensweise in den „reichen“ Ländern gleichfalls gesellschaftlich bedingt ist, so bedeutet sie doch, dass sich trotz fortschreitender ökologischer Krise die meisten Menschen dieser Länder eine Lebensweise auf Kosten und zulasten ihrer Enkel und Urenkel erlauben.

 

- Die größte Existenzgefährdung der Menschheit erwächst aus dem weiteren Verletzen des ökologischen Gleichgewichts, d. h. durch das weitere Verringern des Anteils an pflanzlichem Leben im Vergleich zum Anteil an tierischem und menschlichem Leben. Wenn der Gesamtumfang an pflanzlichem Leben nicht mehr ausreicht, um das in der Atmosphäre angereicherte Kohlendioxyd aufzunehmen, kommt es nach kontinuierlicher Erwärmung der Erdatmosphäre irgendwann zur Klimakatastrophe. Sie könnte in einem Weltbrand enden. So wie der einzelne Mensch bei einer Körpertemperatur von 42° Celsius kollabiert, gibt es eine obere Temperaturgrenze für das irdische Lebenssystem, deren Überschreitung für uns alle tödlich wäre!

 

- Das Wirtschaftlichkeitsprinzip ist unverzichtbares Mittel aller Unternehmen im kapitalistischen System. Es entspringt ihren Gewinn- und Überlebensinteressen unter Konkurrenzbedingungen. Es ist insbesondere an marktrelevante Gebrauchswerte, also an Waren, gebunden.  Die Gewinne werden vor allem auf Kosten der Lohnabhängigen und Käufer erzielt, aber auch zulasten der natürlichen Lebensgrundlagen, weil Bedürfnisse ohne Warencharakter von vornherein durch die Marktwirtschaft negiert werden, ebenso wie die Bedürfnisse von Menschen ohne Geldmittel, also jene ohne ausreichende „Nachfrage“. Obgleich das gewinnorientierte Wirtschaftlichkeitsprinzip das wichtigste Mittel der Privatökonomie ist, wird es unter kapitalistischen Bedingungen in seinen Fehlwirkungen bei weitem durch das profitorientierte Bereicherungsprinzip jener Kapitalgesellschaften übertroffen, die ihre „Erträge“ überwiegend aus reinen Finanzierungsgeschäften sowie durch die Ausplünderung der Natur weltweit zusammenraffen.

 

- Weil in den sozialistischen Ländern im Rahmen der Volkswirtschaften auf der Basis einer gleichartigen Ökonomie vergleichbare „Umweltsünden“ begangen wurden wie in den kapitalistischen Ländern, wurden die gesellschaftlichen Ursachen der ökologischen Krise von den Theoretikern des Marxismus-Leninismus nach der Oktoberrevolution nicht erkannt. Hinter dem Bemühen, die soziale Frage unter sozialistischen Bedingungen erfolgreich lösen und den Sozialismus in den Systemauseinandersetzungen erhalten und stärken zu wollen, vollzog und vollzieht sich – parallel zu den kapitalistischen Ländern – auch in den sozialistischen Ländern eine immer stärkere Belastung und Zerstörung der irdischen Lebensgrundlagen.

 

 

Die dritte Grunderkenntnis besagt, dass die Gemeinschaftsökonomie seit Jahrtausenden parallel und verwoben mit der Privatökonomie existiert, dass wir sie im täglichen Leben intuitiv nutzen, dass jedoch infolge der Dominanz der Privatökonomie in den vergangenen Jahrhunderten die objektive Existenz dieser wahren Ökonomie verdrängt wurde, obgleich die mittelalterlichen bürgerlichen Städte als rationelle gemeinschaftliche Lebens- und Überlebenssysteme bereits den Anforderungen dominanter Gemeinschaftsökonomie entsprachen, wenn auch auf der Basis von Privatökonomie.

 

Anmerkungen:

- Während Waren lediglich ein Mittel sind, damit private Unternehmen über den Absatz möglichst große Gewinne erzielen und damit überleben können, ist der Gegenstand von Gemeinschaftsökonomie unbeschränkt und unmittelbar auf die Produktion bzw. Erhaltung aller gemeinschaftlich und individuell erforderlichen Gebrauchswerte und Leistungen gerichtet, einschließlich auf die Renaturierung unserer Lebenswelt. Gemeinschaftsökonomie ermöglicht ein einheitliches ökonomisches Herangehen sowohl an die Lösung der ökologischen als auch der sozialen Frage, führt zu einer rationellen gemeinschaftlichen Produktions- und Lebensweise und unterstützt das Einordnen menschlicher Gemeinschaften in natürliche Lebenssysteme.

 

- Diese wahre Ökonomie existiert auch unabhängig von Geld und anderen Wertformen. Sie ergibt sich aus dem naturwüchsigen Denken und Verhalten eines jeden Menschen. Weil ihr am besten innerhalb von und durch Gemeinschaften entsprochen werden kann, weil sie von vornherein von der Gesamtheit gemeinschaftlich anerkannter Bedürfnisse ausgeht, ist die Bezeichnung Gemeinschaftsökonomie zutreffend.

 

- Auf die Existenz von zwei in der Antike bekannten ökonomischen Wissenschaften verwies bereits Aristoteles (384-322 v. u. Z.), worauf Karl Marx im ersten Band des „Kapital“, Seite 167, aufmerksam macht. Danach beschreibt Aristoteles die „Chrematistik“ als „Kunst …, Geld zu machen“ und die „Ökonomik“ als „Erwerbskunst“, die sich auf die „Verschaffung der zum Leben und für das Haus oder den Staat nützlichen Güter“ beschränke. Für die „Chrematistik“ sei „die Zirkulation die Quelle des Reichtums“. Das Geld sei „ihr Anfang und das Ende“. Für die „Chrematistik“ scheine „keine Grenze des Reichtums und des Besitzes zu existieren“. Aristoteles fügte hinzu: „Die Verwechslung beider Formen, die ineinander überspielen, veranlasst einige, die Erhaltung und Vermehrung des Geldes ins Unendliche als Endziel der Ökonomik zu betrachten.“

 

 

Eine vierte Grunderkenntnis erklärt die weltweite Herrschaft des kapitalistischen Gesellschaftssystems aus dem Wirken der Privatökonomie. Sie bedient sich des internationalen Währungs- und Finanzsystems, insbesondere der so genannten Leitwährungen. Die Privatökonomie herrscht auf der Basis von Privateigentum und Privatbesitz in Eigenentwicklung aus sich selbst heraus und dominiert tendenziell die Entwicklung der gesamten Menschheit. Deshalb brauchen spätkapitalistische Gesellschaften keine Diktaturen. Im Prozess der Globalisierung dehnt sie ihre Dominanz nach außen aus, im Prozess der Privatisierung nach innen.

 

Anmerkungen:

- Die Herrschaft der Privatökonomie kann mit eigenen Mitteln des kapitalistischen Systems, etwa durch die Politik, über das Recht oder durch bürgerliche Wahlentscheidungen, wohl beeinflusst, aber tendenziell nicht beseitigt werden. Was als „demokratisch“ erscheint, unterliegt letztlich dem Diktat der Privatökonomie. Es bewahrheitet sich, dass das Geld die Welt regiert!

 

- Das Ausdehnen der Herrschaft der Privatökonomie nach innen und außen erfolgt durch Vernetzung, also über die Schaffung von Netzen als Mittel zur privaten und nationalen Bereicherung. Das bisher höchstentwickelte Netz ist das Internet.

 

 

Entsprechend der fünften Grunderkenntnis können die Voraussetzungen für die weltweite Ablösung der etablierten Gesellschaftsordnungen schrittweise über das Verdrängen der Privatökonomie und der aus ihr abgeleiteten Ökonomien durch die Gemeinschaftsökonomie geschaffen werden. Die Verdrängung sollte über die Bildung von Zellen der Gemeinschaftsökonomie in allen gesellschaftlichen Bereichen aller Völker und Kulturen eingeleitet werden. Im Verlaufe der weiteren Entwicklung schließen sich die Zellen zu Organen und die unterschiedlichen Organe zu Lebenssystemen der Gemeinschaftsökonomie zusammen. Letztlich geht es um die Schaffung einer nicht an Staaten und Ländergrenzen gebundenen Weltgemeinschaftsordnung, einer World Community Order, die von gewählten Repräsentanten geführt wird. Der Prozess der Verdrängung der vorherrschenden Ökonomien durch die Gemeinschaftsökonomie zur Bewältigung der ökologischen Krise und zur Schaffung der Weltgemeinschaftsordnung könnte als Ökoismus bezeichnet werden.

 

Anmerkungen:

- Die Ablösung der etablierten Gesellschaftsordnungen durch eine hierarchisch strukturierte Gemeinschaftsordnung wird sich über Jahrzehnte erstrecken und in Stufen vollziehen. Die erste Aufgabe sollte es sein, möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, dass das Streben nach Wirtschaftlichkeit eine verengte ökonomische Denkweise darstellt, die primär privaten Interessen dient, die auf Kosten und zulasten der Mitwelt und Nachwelt agiert und deshalb tendenziell in die Katastrophe führt.

 

- Zugleich sollte auf bereits bestehende Formen von gemeinschaftlichem Leben und der Anwendung von Gemeinschaftsökonomie hingewiesen und allen verantwortungsbewussten Menschen Wege aufgezeigt werden, um Privatökonomie (und andere Konkurrenzökonomien) schrittweise durch Gemeinschaftsökonomie zu verdrängen. Zellen der Gemeinschaftsökonomie könnten z. B. dadurch geschaffen werden, dass den von der Marktwirtschaft Ausgegrenzten, den Arbeitslosen, den vorgeblich Überflüssigen, Arbeit vermittelt wird, etwa durch die sinnvolle Nutzung des „Unwirtschaftlichen“ der Wegwerfgesellschaft zur rationellen Bedürfnisbefriedigung.

 

- Zellen der Gemeinschaftsökonomie sollten in möglichst vielen gesellschaftlichen Bereichen und an möglichst vielen Standorten gebildet werden. Es sind Gemeinschaften, deren Mitglieder bei der Schaffung und Erhaltung nützlicher Gebrauchswerte sowie bei der Ausführung von Dienstleistungen die Gemeinschaftsökonomie bewusst anwenden, um weitgehend unabhängig von der Privatökonomie Bedürfnisse für den Eigenbedarf und den Bedarf von Mitgliedern anderer Zellen zu befriedigen. Der Austausch der nutzbaren Gebrauchswerte und der Dienstleistungen sollte möglichst unentgeltlich ausgehend vom zeitlichen Arbeitsaufwand erfolgen.

 

- Erste Zellen der Gemeinschaftsökonomie könnten ihre Tätigkeit insbesondere auf die (mietfreie) Nutzung „überflüssiger“ erhaltungswürdiger Bausubstanz konzentrieren, die für den Abriss vorgesehen ist, andere auf das Wiederbestellen still gelegter „unwirtschaftlicher“ Agrarflächen oder auf die Nutzbarmachung ausgesonderter technischer Geräte. Die für den Abriss von Bausubstanz und für die Stilllegung von Agrarflächen staatlich oder kommunal vorgesehenen Mittel könnten zumindest teilweise für die erneute Nutzbarmachung der „überflüssigen“ Bausubstanz und still gelegter Flächen eingesetzt werden. Entscheidend für die gesellschaftliche Akzeptanz der Gemeinschaften dürfte es sein, dass sie keine zusätzlichen Mittel erfordern und Steuerausgaben für den Staat erspart werden.

 

- In die zweite Stufe der Schaffung von Zellen der Gemeinschaftsökonomie sollten jene Kleinbetriebe einbezogen werden, die in Konkurrenz zu den Großbetrieben vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen. Dabei sollte die weitere Bereitschaft zu sinnvoller Arbeit unter Anwendung der erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen unter Einsatz der verfügbaren Technik genutzt werden.

 

- Aus den Zellen der Gemeinschaftsökonomie können durch Zusammenschluss später Organe der Gemeinschaftsökonomie gebildet werden und aus diesen über einen weiteren Zusammenschluss arbeitsteilig organisierte lokale und regionale Systeme der Gemeinschaftsökonomie, die sich weitgehend selbst versorgen.

 

- Über die Zellen, Organe und Systeme der Gemeinschaftsökonomie entsteht eine neue demokratische Basis, die volle Demokratie für jede Ebene ermöglicht. Sie würde längere Zeit parallel zu den Organen der bürgerlichen Demokratie existieren, könnte aber deren Entscheidungen allein schon durch die Fortschritte der Nutzung der Gemeinschaftsökonomie wesentlich beeinflussen. Von der Entwicklung des Bewusstseins zur Notwendigkeit der Durchsetzung der vollen Demokratie würde es abhängen, inwieweit die bürgerliche Demokratie an Ansehen und Existenzberechtigung verliert.

 

 

Entsprechend der sechsten Grunderkenntnis sind die Zellen der Gemeinschaftsökonomie geradezu prädestiniert, um der breiten Nutzbarmachung der Raumenergie weltweit zum Durchbruch zu verhelfen.

 

Anmerkung:

- Technik, die es in der Form von wartungsarmen Konvertern ermöglicht, die jederzeit und überall verfügbare kosmische Raumenergie in elektrische Energie zu verwandeln und damit kostenlos und zudem ohne Belastung der Umgebung nutzbar zu machen, unterstützt in höchstem Maße die Anforderungen der Gemeinschaftsökonomie nach rationeller Befriedigung eines der Grundbedürfnisse aller Menschen. Um diesen Weg erfolgreich zu gehen, bedarf es der Gemeinschaftsarbeit der Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker der Raumenergie mit den Zellen der Gemeinschaftsökonomie.

 

 

Eine siebente Grunderkenntnis geht von der mittels der Gemeinschaftsökonomie entstehenden Massenbasis aus, die die Voraussetzungen schafft, um die etablierten Gesellschaftsordnungen weltweit nach Entscheidungen der vollen Demokratie abzulösen. Der entscheidende letzte Schritt zur Ablösung könnte im weltweiten Außerkraftsetzen der vorherrschenden Wertformen und jener Institutionen und elektronischen Mittel bestehen, die der weltweiten privaten Bereicherung gedient haben.

 

Anmerkungen:

- Der Weg „von unten“ in Form der positiven gemeinschaftlichen Nutzung der von der Marktwirtschaft erzeugten nicht verwertbaren Gebrauchswerte wird durch den Weg „von oben“ ergänzt werden. Er äußert sich vor allem im immer stärkeren Beschneiden der Verwertungsmöglichkeiten des Kapitals und wird gleichfalls längere Zeit erfordern. Es geht vor allem um das Verhindern weiterer privater Bereicherung zulasten der Natur, aber auch um eine extreme Reduzierung der Rüstungsausgaben, um den Stopp des Privatisierungsgeschehens sowie um die Wiederherstellung von öffentlichem Eigentum und Besitz.

 

- Durch die Reduzierung der Rüstungsausgaben ließe sich ein erheblicher Teil der  Mittel zur Realisierung internationaler und weltweiter Projekte einsetzen. Mit Hilfe solcher Projekte könnten viele Menschen der Dritten Welt unmittelbar vor Krankheit und Tod bewahrt werden. Zugleich würden Menschen vieler Länder zu gemeinschaftlicher Denk- und Handlungsweise finden.

 

- Wir haben bei Marx gelernt, dass jede Gesellschaft in der Endphase ihrer Entwicklung (auch ungewollt) die Voraussetzungen zur eigenen Überwindung schafft. Da aus existenziellen Gründen ein Zwang zur rechtzeitigen Ablösung der etablierten gesellschaftlichen Systeme und ihrer Institutionen besteht, bleibt die Frage nach dem entscheidenden Schritt, der dies ermöglicht. Er könnte im anteiligen Außerkraftsetzen jener elektronischen Mittel bestehen, die geschaffen wurden, um das Wirtschafts- und Finanzgeschehen zur privaten und nationalen Bereicherung weltweit in Gang zu halten und auszudehnen. Über diesen möglichen letzten entscheidenden Schritt wird zu gegebener Zeit im Sinne der Erhaltung der Existenz der Menschheit sicherlich auf demokratische Weise entschieden werden – falls die Einsicht der Verantwortlichen ausbleibt.

 

 

Die grundlegende Erkenntnis der Berliner Thesen besagt, dass sich die Menschheit als Folge der Vorherrschaft der Privatökonomie und anderer Formen von Konkurrenzökonomien tendenziell auf eine Klimakatastrophe und auf die Selbstvernichtung zubewegt, d. h., die Menschheit wird mit den derzeitig vorherrschenden Gesellschaftssystemen untergehen, wenn es nicht rechtzeitig gelingt, die Konkurrenzökonomien durch die wahre Ökonomie zu verdrängen und über die Schaffung von Zellen und von höher organisierten Strukturen der Gemeinschaftsökonomie schrittweise eine Gemeinschaftsordnung auf der Basis von Gemeineigentum und Gemeinbesitz aufzubauen. Die heute vorherrschenden Ökonomien entsprechen jener „Chrematistik“, zu der Aristoteles ausführte, es scheine für sie „keine Grenze des Reichtums und des Besitzes zu existieren“. Doch die Grenze ist offenbar geworden: Sie besteht in der Endlichkeit der möglichen privaten und gesellschaftlichen Bereicherung durch den Verbrauch, durch die Belastung und durch die Zerstörung der irdischen Lebensgrundlagen!

 

Das erzielte Ergebnis erlaubt zugleich eine grundsätzliche Kritik am sozialistischen Weg der Ablösung des kapitalistischen Gesellschaftssystems: Wenn wir akzeptieren, dass die Sklavenhaltergesellschaft, der Feudalismus und der Kapitalismus Bereicherungsgesellschaften im umfassenden Sinne waren bzw. sind, wenn wir darüber hinaus erkannt haben, dass Bereicherung zulasten unserer Lebenswelt möglich war und dass die ökologische Krise wesentlich aus dieser Bereicherung erwuchs, wenn wir uns letztlich eingestehen, dass auch die sozialistischen Gesellschaften an der Verschärfung der ökologischen Krise unter Anwendung von Konkurrenzökonomien beteiligt waren, dann muss der sozialistische Weg als nachkapitalistischer Weg abgewiesen werden!

 

Der Nachweis, dass die kapitalistische Gesellschaft als Bereicherungs- und Verarmungsgesellschaft gekennzeichnet werden muss, schließt zusammenfassend die folgenden Erkenntnisse ein:

1. Die ökologische Krise ist gesellschaftlich bedingt!

2. Unsere Zivilisation unterliegt bis heute tendenziell einer Negativentwicklung!

3. Die Basis für die irdische Negativentwicklung sind die dominanten privaten Eigentums- und Besitzverhältnisse.

4. Die grundlegende Ursache für die tendenziell irdische Negativentwicklung besteht in der Vorherrschaft jener Privatökonomie und jener Konkurrenzökonomien, die Wirtschaftlichkeit und Ökonomie gleichsetzen.

5. Folglich brauchen wir eine zur Privatökonomie gegensätzlich orientierte Ökonomie, die den Verbrauch an Natur von vornherein begrenzt und es ermöglicht, die ökologische Frage in der Einheit mit der sozialen Frage zu lösen.

 

Aus den Darlegungen leitet sich erstens die Notwendigkeit ab, die Existenz und den Inhalt der „wahren“ Ökonomie, der Gemeinschaftsökonomie, zu erforschen und weltweit zu propagieren, zweitens alle verantwortungsbewussten Kräfte der Menschheit zu gewinnen, um eine Entwicklung einzuleiten, die der Gemeinschaftsökonomie zum Durchbruch verhilft und den Einflussbereich der Konkurrenzökonomien schnellstmöglich zurückdrängt.

 

Wenn wir uns abschließend der Marxschen Erkenntnis über die historische Abfolge ökonomischer Gesellschaftsformationen erinnern und uns fragen, worin die ökonomische Überlegenheit der nachkapitalistischen Gemeinschaftsordnung bestehen wird, dann könnte die Antwort wie folgt lauten:

   Obgleich es die anzustrebende Gemeinschaftsordnung ermöglicht, die Gesamtheit gemeinschaftlich anerkannter Grundbedürfnisse überhaupt und rationeller zu befriedigen als jede andere menschliche Gesellschaft in den vergangenen Jahrtausenden, besteht ihre gesellschaftliche Überlegenheit in der möglichen Befriedigung des einen, des entscheidenden Bedürfnisses: des Überlebensbedürfnisses der Menschheit! Doch wir dürfen nicht zu spät kommen! Sonst bestraft uns die Natur!

 

 

 

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