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Von Werner Grundmann                             Berlin, den 20.-22.08.2008

 

an alle Mitglieder der FIGU

 

 

Schrittweise geistige Verführung zu Kriegen

Teil 3: Hintergründe zum Krieg in Georgien

 

Liebe Mitglieder der FIGU,

          am 19. August hatte ich Sie um 1:23 Uhr im Rahmen der E-Mail „Verführung zu Kriegen, Teil 2“ über meine Einschätzung der politischen Lage nach dem Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18. August 2008 in Tbilissi informiert. Heute möchte ich versuchen, die Hintergründe zum Krieg in Georgien zu beleuchten. Dabei gehe ich von Informationen der Internationalen Wochenzeitung Neue Solidarität aus, die in deutscher Sprache von der E.I.R. GmbH in Wiesbaden herausgegeben wird: www.solidaritaet.com  Die Nr. 34/2008 dieser Wochenzeitung erschien am 20.08.2008 unter dem Titel „Europa hat die Wahl: Rußland als Kriegsgegner oder als Partner“.

 

 

Die erste bemerkenswerte Aussage der neuen Ausgabe der Wochenzeitung „Neue Solidarität“ war für mich, dass es sich bei der gegenwärtigen georgischen Regierung um eine „Soros-Marionettenregierung“ handeln soll. (Vgl. S. 1)

 

Erläuterungen und Zitate:

-          George Soros ist ein in New York wohnender Milliardär, der „seine Milliarden“ aus dem „Hedgefonds ‚Quantum Fund’“ haben soll (vgl. S. 1).

 

-          >> Eine der größten Operationen, die von Soros gelenkt wurde, war der Sturz des damaligen georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse, bei dem Micheil Saakaschwili an die Macht gebracht wurde. Dabei spielte das „Open Society Institute“ an der Columbia Universität eine wesentliche Rolle. << (S. 1)

 

-          >> Von 1994 an bis 2003 hatten verschiedene Operationen unter Kontrolle von Soros, wie das „Open Society Institute“, das „Zentrum für Europäische Politik“ (CEP) und „Open Society Georgia Foundation“ (OSGF), mindestens 40 Millionen Dollar eingesetzt, um den damaligen Präsidenten Schewardnadse zu stürzen. 2003 war es dann soweit: die „demokratischen“ Schocktruppen setzten zum Endspurt an. Die kanadische Tageszeitung Globe and Mail berichtete im November 2003 anschaulich über die Ereignisse in Tiflis: „…Im Februar legte der Milliardär George Soros die Grundlage für den Fall des georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse. Mit Geldern seines Open Society Institutes wurde ein 31-jähriger Aktivist aus Tiflis namens Giga Bokeria nach Serbien geschickt, um sich mit Mitgliedern der Otpor-(„Widerstand“)-Bewegung zu treffen und zu studieren, wie sie Straßendemonstrationen eingesetzt hatten, um Diktator Slobodan Milosevic zu Fall zu bringen. Im Sommer bezahlte die Stiftung von Herrn Soros dann einen Besuch von Otpor-Aktivisten in Georgien. Dort wurde ein dreitägiger Kurs abgehalten, bei dem mehr als tausend Studenten lernten, wie man eine friedliche Revolution durchführt …“ << (Vgl. S. 1)

 

-          >> Die „Rosen-Revolution“ in Georgien im Herbst 2003 war in Wirklichkeit eine Palastrevolution junger Apparatschiks mit besten Verbindungen zum Großspekulanten George Soros. << (S. 3)

 

-          >> In der ganzen Zeit vom September 2001 bis zum November 2003 stand Michail Saakaschwili unter dem eifrigen Schutz von George Soros. Die Open Society Stiftung half bei der Gründung des Liberty-Instituts von Georgien und gründete ein „Jugendhilfeprogramm“. Die jungen Schüler der Stiftung organisierte man umgehend in einer Bewegung mit dem Namen „Kmara!“ (Genug!), die sich von Profis aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Ukraine beibringen ließ, wie man Protestaktionen organisiert. << (S. 3)

 

-          >> Die breitschultrigen jungen Männer, die am 22. November bei der Parlamentseröffnung die Tribüne besetzten und Tische und Stühle zerschlugen, waren von der Kmara! … Sie „pfiffen“ den gewählten Präsidenten aus dem Amt. << (Vgl. S. 3)

 

-          >> Am letzten Wochenende [im November 2003] spielte das „Liberty Institute“, das mit Hilfe von Herrn Bokeria gegründet worden war, die wesentliche Rolle bei den Straßenprotesten, die Schewardnadse dazu zwangen, seinen Rücktritt einzureichen. Herr Bokeria sagte, daß er in Belgrad gelernt habe..., wie man erfolgreich öffentlichen Druck als Taktik einsetzt.“ Das erwies sich nach den umstrittenen Parlamentswahlen auf den Straße von Tiflis auch als erfolgreich. << (S. 1-2)

 

-          >> Georgien war nicht das einzige Land, das den „farbigen Revolutionen“ der Soros-Jakobiner zum Opfer fiel. Dasselbe spielte sich in der Ukraine und anderen ehemaligen Nationen des früheren Sowjetblocks ab. << (S. 2)

 

-          >> Als Saakaschwili im Januar 2004 an die Macht kam, habe das „Duo“ des Milliardärs Soros und des damaligen stellv. Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Mark Malloch Brown (jetzt Lord Malloch Brown, Generalsekretär des Amtes für Auswärtiges und Commonwealth-Fragen), jedem offiziellen Regierungsmitglied vom Kabinettsniveau bis zum niedrigsten Polizeibeamten „Zuschüsse in Millionenhöhe zur Verfügung gestellt“, berichtete der Journalist Mark Almond am 14. November 2007 auf seiner Webseite. Almond merkte darin an, daß Saakaschwili „gut bezahlte“ Polizeikräfte zur Verfügung gehabt habe, die 2007 in den georgischen Wahlen gegen die Opposition eingesetzt worden seien. << (S. 2)

 

-          >> Lord Malloch Brown ist nicht einfach ein Mitarbeiter von Soros und Gast in dessen New Yorker Haus, der Soros mit Geldern der UN bei seinem Kampf gegen souveräne Nationalstaaten geholfen hat, er ist sein Geschäftspartner. Im April 2007 wurde Malloch Brown stellvertretender Vorsitzender des Hedgefonds „Quantum Fund“, von dem Soros seine Milliarden hat. Wie die Financial Times damals berichtete, werde „Sir Mark“ auch als stellvertretender Vorsitzender von Soros' Open Society Institute fungieren, das sich „für Menschenrechte und Demokratie vor allem in Osteuropa und in den Ländern der früheren Sowjetunion“ einsetze. In einem weiteren Artikel vom 1. Mai 2007 in der FT hieß es, Soros habe in einem Brief den Teilhabern seines Quantum Hedgefunds mitgeteilt, daß Sir Mark ihn und seine zwei Söhne, die die Tagesgeschäfte führen, in einer Reihe von Fragen beraten werde. „Mit seinen weit verzweigten internationalen Kontakten will Malloch Brown helfen, dem Fund weltweit Möglichkeiten zu eröffnen.“ << (S. 2)

 

-          >> Jetzt ist Malloch Brown Generalsekretär des britischen „Büros für Auswärtige und Commonwealth Angelegenheiten“. Ist er aus dem Quantum Fund und aus dem Open Society Institute ausgeschieden? << (S. 2)

 

Die zweite grundlegende Aussage verweist auf die langfristige Strategie, um mittels „’demokratischer Revolutionen’ in Osteuropa … Rußland für zukünftige inszenierte geopolitische Konflikte … einzukreisen“, wobei George Soros eine „zentrale Rolle“ spielen soll (vgl. S. 1).

 

Zitate:

-          >> Beleuchtet man die Aktivitäten von George Soros bei den verschiedenen „farbigen Revolutionen“ in Osteuropa und die künstlich gesteuerten „demokratischen“ Aufstände in Ländern der ehemaligen Sowjetunion, wird klar, daß es darum geht, Rußland für zukünftige inszenierte geopolitische Konflikte im Interesse der britischen Empire-Fraktion einzukreisen. << (S. 1)

 

-          >> Rußland hat eine Grenze gezogen und klargemacht, daß es eine Fortsetzung der fast zwanzig Jahre andauernden imperialen Einkreisungspolitik, wie sie durch die Osterweiterung der Nato und der EU verfolgt wurde, nicht länger hinnehmen wird.“ << (S. 1)

 

-          >> Der diplomatische Korrespondent des Londoner Telegraph, David Blair, schrieb am 12. August, Wladimir Putin habe die Gelegenheit genutzt, mit dem militärischen Eingreifen in Georgien eine „nachdrückliche Botschaft mit globalen Konsequenzen“ zu senden. „Der Vorhang hat sich über eine Ära gesenkt, in der sich die Nato systematisch nach Osteuropa ausgebreitet und sich immer weitere frühere Sowjetrepubliken einverleibt hat, während Rußland darauf nur mit wütenden Protesten reagieren konnte....Das Machtgleichgewicht in Europa hat sich fundamental geändert.“ << (S. 1)

 

-          >> Präsident Medwedjew kommentierte den Schritt Polens während der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel: „Diese Entscheidung demonstriert genau das, wovon wir die ganze Zeit gesprochen haben, nämlich, daß die Stationierung des Raketenabwehrsystems in Europa gegen die Russische Föderation gerichtet ist. Der Zeitpunkt ist dementsprechend gewählt worden. Die Vorwände, es gehe um die Verteidigung gegen Schurkenstaaten, sind offensichtlich geplatzt.“ << (S. 2)

 

-          >> Moskau hat wiederholt und das letzte Mal Mitte Juli verdeutlicht, daß es ein solches Raketenabwehrsystem als direkte Bedrohung für sein Territorium betrachtet, und daß entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen würden. Angesichts der Tatsache, daß die installierten Raketen in kürzester Zeit von defensiven in offensive Raketen verwandelt werden können, die dann in drei Minuten Moskau erreichen könnten, sollte das nicht verwundern. Das amerikanische Argument, das ABM-System in Polen und die am 8. Juli in Prag beschlossene Installation eines Radarsystems in Tschechien sei gegen mögliche Raketen aus dem Iran nötig, glaubt nur Lieschen Müller. << (S. 2)

 

-          >> Putin hatte bei seinem Besuch in Kennebunkport letzten Jahres bei der Bush-Familie ein umfangreiches Angebot für ein gemeinsames globales Raketenabwehrsystem gemacht, einschließlich des Vorschlags, die existierende Basis in Aserbaidschan zu nutzen, deren geographische Position viel sinnvoller wäre, wenn es wirklich um potentielle Raketen aus dem Iran ginge. Rußland hat sich kürzlich bitter beklagt, daß die USA nicht die geringsten Anzeichen für ernsthafte Verhandlungen gezeigt hätten. << (S. 2)

 

-          >>Der russische Außenminister Lawrow brachte es auf den Punkt, er könne zwar verstehen, daß es schmerzlich für die USA sei, weil sie so viel in Saakaschwili investiert hätten, aber sie müßten die grundsätzliche Entscheidung treffen, ob sie weiter an einem virtuellen Projekt festhalten oder statt dessen eine wirkliche Partnerschaft mit Rußland für die Zusammenarbeit bei realen Problemen in der Welt haben wollten. Genau das ist die Frage, die Frau Merkel auch beantworten sollte. << (S. 2)

 

In einer dritten weit reichenden Behauptung wird der „Megaspekulant George Soros“ als „finanzieller und politischer ‚Pate’ sowohl des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili als auch des Präsidentschafts-Vorkandidaten Barack Obama“ bezeichnet! Soros sei „beteiligt an dem Vorhaben, den Kaukasus als Zünder ‚eines neuen Weltkriegs zu benutzen’.“ (Vgl. S. 3)

 

Zitate:

-          >> Am späten Abend des 7. August hatte Saakaschwili seinen Truppen Befehl gegeben, auf russische Mitglieder der seit 1994 in der autonomen Region Südossetien stationierten UN-Friedenstruppe zu schießen - während er gleichzeitig eine Fernsehansprache an die Nation hielt und behauptete, er arbeite an einer diplomatischen Lösung! Sein Vorgehen droht nun einen dritten Weltkrieg auszulösen, womit die britische Empire-Fraktion auf den Zusammenbruch ihres bankrotten Weltfinanzsystems reagiert. << (S. 3)

 

-          >> „Das ist mehr als nur eine Provokation, um die Russen wütend zu machen oder sie in eine Falle zu locken“, sagte Lyndon LaRouche zum georgischen Angriff auf Südossetien am 8. August. „Es ist ein Vorstoß, Rußland zu zerstückeln. Im Grunde ist es der dritte Weltkrieg.“ Die britischen Fingerabdrücke bei diesem Krieg könnten nicht deutlicher sein, denn Georgien werde völlig vom britischen Handlanger George Soros kontrolliert. Es sei dasselbe wie ein Angriff auf den Iran, sagte LaRouche. „Das ist ein und dieselbe Operation. So sollten wir es auch nennen: ,London drängt zum Dritten Weltkrieg.’“ << (S. 3)

 

-          >> LaRouche erklärte, wenn man sehen wollte, wie die USA unter einem Präsidenten Obama aussähen, brauche man sich nur das jüngste Vorgehen Georgiens zu betrachten. Hinter dem georgischen Präsidenten Saakaschwili stehe derselbe ,Pate' wie hinter Barack Obama: George Soros. „Wäre der Soros-Mann Obama ein neuer Dick Cheney, wenn er ins Amt käme?“ << (S. 3)

 

-          >> Soros’ Open Society Institute brüstet sich damit, die entscheidende Kraft hinter der sog. „Rosenrevolution“ gewesen zu sein, mit der Saakaschwili 2003/04 an die Macht kam. Im Januar 2004 begann Soros’ Institut, das seit 1994 ein Büro in der georgischen Hauptstadt unterhält, mit direkten Geldzahlungen an die georgische Regierung. Das Programm lief in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), dessen damaliger Leiter, Mark Malloch Brown, heute Generalsekretär des britischen Außenamts ist. Malloch Brown stand Soros während seiner Zeit bei der UNO so nahe, daß er sogar seine Wohnung von ihm mietete. << (S. 3)

 

-          >> Saakaschwilis rücksichtslose Provokationen - Beschuß russischer Soldaten und Töten südossetischer Zivilisten, die meist auch russische Staatsbürger sind - lösten eine harte militärische Antwort Rußlands aus, das laut Verfassung verpflichtet ist, angegriffene russische Bürger zu verteidigen. << (S. 3)

 

-          >> Aus Großbritannien erhalten tschetschenische Rebellen seit dem Ende der Sowjetunion finanzielle und sonstige Unterstützung; in britischen Moscheen wird für tschetschenische Separatistengruppen geworben, und Leute wie Boris Beresowskij, der separatistische und terroristische Operationen gegen Rußland im Kaukasus finanziert hat, finden dort Unterschlupf. << (S. 3)

 

-          >> LaRouche: „Und nun betrachte man, wieviel Geld von Soros zu Obama fließt.“ Soros sei ein britischer Agent unter Kontrolle britischer Auslandsgeheimdienste und Dienste für Sonderaufgaben. Er werde von ihnen benutzt. Seine Geldquellen … seien bestenfalls zwielichtig. Soros … habe Obama quasi in der Tasche. Jetzt schüre er „Weltkriegs-Provokationen gegen Moskau, genau in dem Augenblick, da ich fordere, Rußland, China und Indien sollten gemeinsam mit den USA ein neues internationales Finanzsystem schaffen, das Spekulanten wie Soros den Boden entziehen würde.“ << (S. 3)

 

-          >> Kurz vor dem georgischen Angriff auf Südossetien hatte der von George Soros letztes Jahr gegründete Europäische Rat für Auswärtige Beziehungen (ECFR) eine Studie veröffentlicht, in der gefordert wird, die EU auf weltweite Militäraktionen vorzubereiten. Autor der Studie ist ECFR-Mitglied Nick Witney, britischer Diplomat und Chefunterhändler des britischen Verteidigungsministeriums beim umstrittenen Al-Yamamah-Waffengeschäft des Rüstungskonzerns British Aerospace Enterprises (BAE) mit Saudi-Arabien. Gleichzeitig ist er der erste Vorsitzende der Europäischen Verteidigungsagentur EDA, des „Mini-Pentagon“ der EU. << (S. 3)

 

-          >> Der Direktor des ECFR, Mark Leonard, hatte zusammen mit Andrew Wilson, Senior Fellow beim ECFR, Europa schon am 19.7. in einem Artikel in der Zeitschrift Newsweek aufgestachelt, sich auf eine Auseinandersetzung mit Rußland vorzubereiten. Der Untertitel des Artikels lautete: „Europa muß einen Weg finden, sich zusammenzuschließen, um sich gegen die russische Aggression zu wehren.“ << (S. 3)

 

 

Zur Weiterführung der internationalen  Konfrontation laut „Neuer Solidarität“

 

Zitate:

-          >> In Rußland ist man sich jedenfalls im Klaren darüber, von welchem weiteren virtuellen Projekt die nächste Provokation ausgehen könnte, nämlich der Ukraine. Duma-Mitglied Sergej Markow von der Partei „Geeintes Rußland“ ist sicher, daß Juschtschenko bereits „den Befehl erhalten habe, die russische Schwarzmeerflotte zu provozieren.“ Zuvor hatte Kiew erklärt, die Ukraine werde die russischen Schiffe, die vor der Küste Abchasiens an der Operation zur Befriedung Georgiens teilgenommen hatten, nicht nach Sewastopol zurückkehren lassen. << (S. 2)

 

-          >> Die oligarchischen Kräfte, die seit geraumer Zeit daraufhin arbeiten, Europa in ein expansives militarisiertes Empire zu verwandeln, sind offensichtlich entschlossen, an ihrer Politik des äußersten Risikos festzuhalten. So fühlte sich der der Bertelsmann Stiftung extrem nahestehende CDU-Europaparlamentarier Elmar Brok bemüßigt, in der FAZ zu argumentieren, man solle den Lissaboner Vertrag nun erst recht schnell unter Dach und Fach bringen - als hätte es das irische Nein beim Referendum nie gegeben. << (S. 2)

 

-          >> Aber die Militarisierung der EU, die mit diesem Vertrag vorangetrieben würde, wäre der sichere Schritt in die Katastrophe. Der unsägliche Bericht der fünf ehemaligen Generalstabschefs für eine Transformation der Nato einschließlich engster Zusammenarbeit mit der EU, der u. a. den Ersteinsatz von Atomwaffen vorsieht, ist keineswegs vom Tisch. Und einer dieser fünf Ex-Generäle, Klaus Naumann, äußerte sich auch nach der georgischen Aggression dahingehend, daß die Aufnahme Georgiens und der Ukraine in die Nato eine in Bukarest beschlossene Angelegenheit sei. << (S. 2)

 

-          >> Noch deutlicher ist ein Bericht der Londoner Denkfabrik „Centre for European Reform“ (CER), der im Juni veröffentlicht wurde, in dem „Verteidigungsperspektiven“ für die EU vorgeschlagen werden. Der Bericht setzt sich dafür ein, daß die EU nicht nur Friedenstruppen haben solle, sondern starke Kampftruppen für Konflikte im Ausland. Nach dem Strategiepapier der fünf Ex-Generäle und dem in die gleiche Richtung gehenden Vorstellungen des von George Soros und Joschka Fischer gegründeten „European Council on Foreign Affairs“ zeigen diese Verteidigungsperspektiven, wohin die Reise gehen soll: geradewegs in die militärische Konfrontation mit Moskau. Ein Grund mehr, nicht nur den Lissaboner Vertrag in den Papierkorb zu werfen, sondern auch alle EU-Verträge seit Maastricht aufzukündigen. << (S. 2)

 

-          >> Wenn wir in Europa nicht erneut geradewegs in eine Katastrophe schlittern wollen, sollten wir das Angebot Lawrows für eine wirkliche Partnerschaft mit Rußland annehmen und ansonsten die Vorschläge von Lyndon LaRouche für ein neues Bretton-Woods-System und einen New Deal umsetzen, hoffentlich mit einem amerikanischen Präsidentschaftskandidaten, der nicht von Soros kontrolliert ist, und mit Rußland. << (S. 2)

 

 

Zur Deutung der Hintergründe zum Krieg in Georgien

 

Wer die Internationale Wochenzeitung „Neue Solidarität“ nicht kennt, stellt immer wieder verwundert ihre antibritische Haltung fest. Nach ihren Darstellungen erscheint es so, als verberge sich hinter der Zuspitzung der internationalen Lage die britische Führung, wobei der Amerikaner als „Agent der Briten“ die entscheidende Rolle spielen soll (vgl. S. 3). Die entsprechenden Aussagen werden vor allem von Lyndon LaRouche getroffen, der mit seiner Frau, Helga Zepp-LaRouche, die „Neue Solidarität“ inhaltlich dominiert. Bezogen auf den Krieg in Georgien heißt es in der aktuellen Ausgabe:

 

>> „Die britischen Fingerabdrücke bei diesem Krieg könnten nicht deutlicher sein, denn Georgien werde völlig vom britischen Handlanger George Soros kontrolliert. Es sei dasselbe wie ein Angriff auf den Iran, sagte LaRouche. „Das ist ein und dieselbe Operation. So sollten wir es auch nennen: ,London drängt zum Dritten Weltkrieg.’“ << (S. 3) Es gehe um „zukünftige inszenierte geopolitische Konflikte im Interesse der britischen Empire-Fraktion“ (vgl. S.1)!

 

Worin das britische Interesse vorgeblich besteht, soll aus der ganzseitigen Chronologie der aktuellen Ausgabe der „Neuen Solidarität“ deutlich werden. Der Titel der Chronologie „Britische Umtriebe gegen Amerika und Rußland“ wird wie folgt erläutert: „Seit dem Fall der Mauer versucht Großbritannien, einen Keil zwischen Rußland und Amerika zu treiben, um eine Kooperation der beiden Großmächte zu verhindern.“ Und im Text wird darauf verwiesen, dass sich die „britische Premierministerin Margaret Thatcher“ schon „vor dem Fall der Mauer … gegen ein wiedervereinigtes Deutschland“ gewandt habe, weil „Deutschland durch die Entwicklung Osteuropas eine ökonomische Supermacht würde.“ (Vgl. S. 11)

 

Die Rolle „Soros und der britische Einfluß im georgischen Regime“ werden u. a. am derzeitigen georgischen Premierminister belegt:

 

>> Der georgische Premierminister Wladimir „Lado“ Gurgenidse ist britischer Staatsbürger. Geboren 1970 in Tiflis, Georgien, arbeitete er Anfang 1997 für die anglo-holländische Großbank ABN-AMRO. Von 1998-2003 lebte er in London. Seit 1997/98 leitete er die Geschäftskunden-Abteilung der Bank für Rußland und dessen Nachbarstaaten. … Nach der von George Soros organisierten ‚Rosenrevolution’ kehrte er nach Georgien zurück und wurde dort Vorstandschef der Bank von Georgien (2004-2006). … Im November 2007 wurde er zum Premierminister und Regierungschef ernannt. << (Vgl. S. 3)

 

Doch die Darstellungen der Chronologie zu den „britischen Umtrieben“ sind vor allem Informationen zu den eigenen Aktivitäten des Ökonomen Lyndon LaRouche und seiner Frau Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des „Schiller-Instituts für Wissenschaft und Kultur“. Bemerkenswert sind die Bemühungen von Lyndon LaRouche zur Schaffung „des Projekts der Eurasischen Landbrücke zur Stimulierung der Weltwirtschaft“ und einer „eurasischen Allianz“ zwischen Rußland, China und Indien“. Es gab bereits 1999 in Bonn während eines Seminars Bemühungen, „mit führenden Vertretern aus Rußland, China, Indien und Westeuropa die Frage zu diskutieren, wie ein Weltkrieg verhindert und ein ‚Überlebensclub von Nationen’ entsprechend des Konzepts der Eurasischen Landbrücke geschaffen werden kann.“ (Vgl. S. 11) Auffällig ist, wie schnell Lyndon LaRouche in seinen Überlegungen zum Thema „Dritter Weltkrieg“ kommt! Hingegen „[bezeichnet] Russkij Journal LaRouche als ‚Ökonom, prominenten Amerikaner und geistigen Vater des Konzepts der Strategischen Verteidigungs-Initiative’. LaRouche sei auch der ‚Begründer einer neuen Richtung in der Wirtschaftswissenschaft, die er als physische Ökonomie bezeichnet’.“ (Vgl. S. 12)

 

Die scharfe antibritische Haltung der „Neuen Solidarität“ ist der üblichen politischen Auseinandersetzungen in den Medien fremd. Es stellt sich deshalb die Frage, ob die britische Politik von der Weltöffentlichkeit unzureichend erkannt wird oder ob sich etwas Anderes dahinter verbirgt.

 

In meiner E-Mail „Krieg in Georgien“ vom 14.08.2008 hatte ich ausgeführt, dass der Krieg in Georgien „aus dem Hintergrund unter gleichzeitiger geistiger Beeinflussung aller beteiligten Seiten von einer Kräftegruppierung so ‚gemanagt’ wurde, dass er als rein irdisches Geschehen aus den Eigeninteressen der Beteiligten heraus erklärt werden kann. Wir sollten uns deshalb bemühen, die ‚hohe Kunst’ der geistigen Führung zum Negativen am Beispiel dieses Krieges zu durchschauen, um daraus Schlussfolgerungen für unser eigenes Verhalten zu ziehen.“

 

Aus meinen heutigen Ausführungen sollte deutlich werden, dass es nur relativ weniger einflussreicher Personen aber vieler Millionen an finanziellen Mitteln sowie entsprechender Strukturen bedarf, um „demokratische Bewegungen“ und „friedliche Revolutionen“ so zu organisieren, dass willfährige Politiker bereit sind, Kriege anzuzetteln. Auf diese Weise lässt sich eine Eigenentwicklung zum Negativen initiieren, die von außen zielgerichtet gesteuert werden kann. Wenn eine Kräftegruppierung aus dem Hintergrund die entscheidenden irdischen Kräfte geistig führt, im gegebenen Falle sowohl die gegenwärtige amerikanische als auch die russische (und chinesische) Führung, dann wird eine dritte imperiale Kraft gebraucht, der die Entwicklung zum Negativen, zu einem möglichen Weltkrieg, angelastet werden kann. Als ein solcher Popanz eignet sich – zumindest historisch begründbar – die Führung des britischen Commonwealth, denn das Commonwealth war die erste staatliche Organisationsform, die eine weltweite Beherrschung vieler Staaten auf allen Kontinenten ermöglichte.

 

Erst aus der Annahme, dass die Kräfte des Ashtar Sheran alias Aruseak aus dem Hintergrund heraus sowohl die US-Administration als auch die russischen Spitzenpolitiker schrittweise geistig zur Konfrontation führen, wird offenbar, dass neben dem Spekulanten und Milliardär George Soros zur Finanzierung auch der Ökonom Lyndon LaRouche als politisches und wissenschaftliches Sprachrohr in diesen abgestimmten Plan zur Vorbereitung eines Dritten Weltkrieges wissentlich oder unwissentlich einbezogen sind. Von den Kräften des Ashtar Sheran wurde zudem im Märzheft des „Magazin 2000plus“ die „Erdkatastrophe“ bis zum Jahre 2011 vorhergesagt! Sie würden von einem Dritten Weltkrieg profitieren, indem die Machtbasis der Kräfte des Arus, zu der auch das britische Commonwealth gehört, ausgeschaltet würde!

 

Der Krieg in Georgien könnte der Anfang für die Abwärtsspirale der Erdenmenschheit gewesen sein! Bitte, liebe Mitglieder der FIGU, nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um das Schlimmste zu verhindern!

 

In großer Sorge

 

Werner Grundmann                                Berlin, den 22.08.2008, 01:32 Uhr

 

 

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